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Passauer Alumnus zum Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ernannt

Auf Vorschlag des Vereinigten Königreichs wurde Tim Eicke, Passauer Alumnus der Rechtswissenschaft, im Juni von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zum neuen britischen Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg gewählt. Seine Ernennung als Richter des EGMR erfolgte jetzt im September.

Tim Eicke gilt als einer der führenden britischen Experten auf den Gebieten des Verfassungsrechts, Europarechts, Völkerrechts sowie des Internationalen Menschenrechtsschutzes. Sein Spezialgebiet sind Fälle, in denen zwei oder mehrere dieser Rechtsgebiete ineinandergreifen. Eicke ist seit 2001 Mitglied der Honourable Society of Lincoln's Inn (London), einer der vier englischen Inns of Court (Anwaltskammern). Sein Renommee kommt nicht zuletzt in seiner Ernennung zum Queen's Counsel (Kronanwalt) 2011 zum Ausdruck. Er verfügt über umfassende Erfahrung als Prozessvertreter vor nationalen und internationalen Gerichten, darunter dem Supreme Court of the United Kingdom (Oberster Gerichtshof des Vereinigten Königreichs), dem Gerichtshof der Europäischen Union und dem Singapore International Commercial Court.

Vor seiner Ernennung zum Kronanwalt war Tim Eicke unter anderem auch in beratender Funktion für den britischen Generalanwalt tätig. Er gehörte außerdem zu einer kleinen Gruppe von Anwälten, welche die Regierung des Vereinigten Königreichs in Angelegenheiten berät und vertritt, die von hoher Sensibilität für die nationale Sicherheit sind. Zudem ist er Herausgeber der "European Human Rights Reports" und Mitautor des Standardwerks "Human Rights Damages – Principles and Practice".

Tim Eicke, der deutscher Muttersprachler ist, studierte von 1986 bis 1988 Rechtswissenschaft an der Juristischen Fakultät der Universität Passau. Anschließend wechselte er nach Schottland und setzte sein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Dundee fort, die seit einigen Jahren zu den Kooperationspartnern der Juristischen Fakultät zählt.

Katrina Jordan | 28.09.2016

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