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Passauer Doktorand gewinnt Student Research Award

Jörg Schlötterer, Doktorand an der Professur für Informatik mit Schwerpunkt Medieninformatik der Universität Passau, wurde auf dem Symposium on Applied Computing (SAC) mit dem Student Research Award für seine Forschungsleistung ausgezeichnet. In seiner Arbeit ʺFrom Context to Queryʺ widmet sich der Medieninformatiker der Frage, inwiefern Internet-Nutzerinnen und Nutzer während des Surfens mit relevanten Informationen bedient werden können noch bevor sie danach suchen.

Bildhinweis: Jörg Schlötterer. Foto: Universität Passau
Bildhinweis: Jörg Schlötterer.
Foto: Universität Passau

Das SAC ist eine jährlich stattfindende mehrtägige Konferenz, die von der ACM Special Interest Group on Applied Computing organisiert wird und wissenschaftlichem Nachwuchs eine Plattform bietet, um seine Forschungsarbeiten mit führenden Expertinnen und Experten der Disziplin zu diskutieren.

Auch dieses Jahr fand wieder die Student Research Challenge statt, bei der internationale Doktorandinnen und Doktoranden ihre Projekte vorstellen und gegeneinander antreten. Von 77 eingegangenen Bewerbungen erhielten 15 Promovierende eine persönliche Einladung auf die Konferenz im spanischen Salamanca – unter ihnen auch Jörg Schlötterer, der sein Projekt dort einem breiten Fachpublikum und einer interessierten Öffentlichkeit präsentierte. „Es handelt sich um ein Konzept, um während des Surfens im Web proaktiv zusätzliche relevante Informationen zu suchen und anzuzeigen“, erklärt Jörg Schlötterer. „Das Ziel ist, aus dem aktuellen Kontext des Benutzers Suchanfragen zu generieren, die möglichst relevante Ergebnisse liefern.“

Im Detail sind zur Generierung dieser Suchanfragen drei Schritte notwendig: Zuerst muss der momentan für den Benutzer relevante Kontext identifiziert werden, zum Beispiel der Paragraph einer Webseite, den der Benutzer gerade liest. In der Folge wird ermittelt, ob ein Informationsbedürfnis besteht, also ob der Benutzer zusätzliche Informationen wünscht oder ob diese stören würden. Zuletzt wird der relevante Kontext in eine Suchanfrage umgewandelt.

Das Konzept wurde im Rahmen des EU-Projekts „EEXCESS“ (Enhancing Europe’s eXchange in Cultural, Educational and Scientific Resources – eexcess.eu) entwickelt, mit der Zielsetzung, die Inhalte zum Benutzer zu bringen, statt den Benutzer zu den Inhalten.

Die ACM Special Interest Group on Applied Computing würdigte den jungen Doktoranden für sein herausragendes Forschungsprojekt mit der Goldmedaille. Mit Blick auf die Auszeichnung sagt der Passauer Preisträger: „Ich freue mich sehr, weil es für mich bedeutet, dass ich damit auf dem richtigen Weg bin.“

Jörg Schlötterer hat bereits sein Bachelorstudium Internet Computing in Passau abgeschlossen und anschließend das Masterstudium Informatik mit dem Schwerpunkt Informations- und Kommunikationssysteme absolviert. Während seiner Studienzeit war er als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Verteilte Systeme von Prof. Harald Kosch tätig und konnte dort erste Einblicke in Forschungsprojekte gewinnen. Seit 2013 promoviert er unter der Betreuung von Prof. Michael Granitzer.

Katrina Jordan | 29.04.2015

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