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Workshop zu IT-Sicherheit des Netzwerks Internet und Digitalisierung Ostbayern (INDIGO)

Im Rahmen des Netzwerks Internet und Digitalisierung Ostbayern (INDIGO) fand am 23.3.2015 der erste Workshop zum Themenbereich „IT-Sicherheit/Datensicherheit/Rechtssicherheit" an der Universität Passau statt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Heckmann trafen sich 13 mit dem Thema befasste Professoren der Technischen Hochschule Deggendorf, der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, der Universität Regensburg und der Universität Passau. Ziel des Workshops war die stärkere Vernetzung sowie die Anbahnung gemeinsamer Forschungsprojekte.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops zum INDIGO-Kompetenzbereich „IT-Sicherheit/Datensicherheit/Rechtssicherheit" unter Leitung von Prof. Dr. Dirk Heckmann (4. von links).
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops zum INDIGO-Kompetenzbereich „IT-Sicherheit/Datensicherheit/Rechtssicherheit" unter Leitung von Prof. Dr. Dirk Heckmann (4. von links).

Das Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern wurde im Sommer 2014 auf Initiative von Präsident Prof. Dr. Burkhard Freitag durch die Universitäten Passau und Regensburg sowie die Hochschulen Amberg-Weiden, Deggendorf, Landshut und Regensburg gegründet. Ziel ist, die in Ostbayern vorhandenen Kompetenzen im Bereich Internet und Digitalisierung zu bündeln. Über 210 Professorinnen und Professoren mit natur-, technik-, wirtschafts-, rechts-, sozial-, lebens- oder geisteswissenschaftlicher Expertise sind am Netzwerk beteiligt.

Seit Januar 2015 finden im Rahmen des Netzwerks wissenschaftliche Workshops an den unterschiedlichen Standorten statt. Behandelt wurden bisher die Kompetenzbereiche „Mobility/Vernetzte Mobilität“, „Big Data/Data Analytics“, „Geistes- und kulturwissenschaftliche Fragen des Internets und der Digitalisierung“ sowie „Ethische und sozialwissenschaftliche Fragen des Internets und der Digitalisierung“. Am 23.03. fand nun der erste Workshop zum Kompetenzbereich „IT-Sicherheit/Datensicherheit/Rechtssicherheit“ in Passau statt.

Die Teilnehmenden des Workshops nutzten den ersten Teil des Workshops für ein Kennenlernen: Sie tauschten sich über Forschungsschwerpunkte und fachliche Interessen aus, um erste Schnittstellen identifizieren zu können. Im zweiten Teil des Workshops stand die Frage nach dem Fokus und den Möglichkeiten des neuen Kompetenzclusters im Vordergrund. Die Teilnehmenden entwickelten ein gemeinsames Verständnis des IT-Sicherheitsbegriffs und identifizierten mögliche Anwendungsfelder. Schnell wurde klar, dass sich das Cluster durch eine starke Interdisziplinarität auszeichnet: Juristische Expertise im Bereich Internet und Digitalisierung bedarf nicht nur des technischen Knowhows, sondern auch – je nach konkretem Fall und Anwendungsfeld – weiterer Kenntnisse z. B. aus dem gesundheitswissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Bereich. Außerdem solle die politische Dimension der Regulierung von IT-Sicherheit bedacht werden, wie sie etwa im aktuellen Regierungsentwurf eines IT-Sicherheitsgesetzes zum Ausdruck kommt. Das Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern kann durch die breit gefächerten und sich gegenseitig ergänzenden Kompetenzen der beteiligten Universitäten und Hochschulen diese Schnittstellenfunktion übernehmen. Im nächsten Schritt werden die Teilnehmenden ein Memorandum erarbeiten, das als Grundlage für gemeinsame Forschungsprojekte dienen soll. Ansprechpartner für alle interessierten Wissenschaftler und Praxispartner ist Prof. Dr. Dirk Heckmann, Mitglied im Direktorium des Instituts für IT-Sicherheit und Sicherheitsrecht ISL an der Universität Passau, der in der Sitzung vom 23. März 2015 zum Sprecher dieses Kompetenzbereichs gewählt wurde. Er freut sich auf die verstärkte Kooperation der ostbayerischen Hochschulen: „IT-Sicherheit ist ein fundamentales Thema für die digitale Gesellschaft und die Internetwirtschaft. Ihre Herausforderungen können nur durch gemeinsame Forschungsanstrengungen gemeistert werden.“

Im Rahmen von INDIGO sind weitere Workshops geplant. Der nächste Termin zum Kompetenzbereich „Gesundheit/Informationstechnik im Gesundheitswesen“ findet am 4. Mai 2015 an der OTH Amberg-Weiden statt. Im Sommer ist eine erste INDIGO-Konferenz an der Universität Passau geplant. Ziel von INDIGO ist nicht nur die stärkere Vernetzung zwischen den Universitäten und Hochschulen in Ostbayern, sondern auch die gebündelte Bereitstellung vorhandener Kompetenzen im Bereich Internet und Digitalisierung. Die Kooperation mit Wirtschaftspartnern aus der Region ist dabei erklärtes Anliegen. Zum Leistungsumfang des Netzwerks gehören zum einen die Anbahnung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Geplant sind zum anderen Beratungsangebote, Marktanalysen und wissenschaftliche Studien, Durchführbarkeitsstudien zur Vorbereitung von Innovationen, die Begleitung von Foresight-Prozessen und die Entwicklung von Pilotlösungen und produktnahen Prototypen. Ein weiterer Schwerpunkt soll in der Förderung von Gründungen und der darüber hinaus gehenden Unterstützung von Gründern liegen. Unternehmen, die weitere Informationen wünschen oder Interesse an Kooperationsmöglichkeiten haben, können Kontakt aufnehmen mit Frau Agnieszka Bawiec (E-Mail: agnieszka.bawiecatuni-passau.de; Tel.: 0851-509-1008)

Anja Schuster | 30.03.2015

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