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Susanne Narciss übernimmt den Lehrstuhl für Psychologie II

Prof. Dr. Susanne Narciss wurde zum 1. April auf den Lehrstuhl für Psychologie II an der Philosophischen Fakultät der Universität Passau berufen.

Bildhinweis: Foto privat

Susanne Narciss verfügt über eine langjährige interdisziplinäre und internationale Lehr- und Forschungsexpertise im Bereich des Technologie-gestützten Lehrens und Lernens. Zu ihren Lehr- und Forschungsschwerpunkten gehören die Themen Förderung selbstregulierten Web-basierten Lernens, Motivationsförderung, Entwicklung und Evaluation von tutoriellen Feedbackstrategien sowie Design von interaktiven Lernaufgaben. Zu diesen Themen hat sie in unterschiedlichen pädagogischen Kontexten Forschungsprojekte realisiert (z. B. Schulen, Hochschulen, Berufliche Aus- und Weiterbildung, Sport) und in internationalen renommierten Zeitschriften sowie Handbüchern publiziert. "Zentrales Anliegen meiner Forschung ist es, zur Klärung der Frage beizutragen, wie Lernumgebungen gestaltet werden müssen, damit Wissens- und Kompetenzerwerbsprozesse optimal unterstützt werden können. Eine zentrale Herausforderung bei der Klärung dieser Frage ist es, differenzierte Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln, sodass Lernende mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu einer reflektierten und intensiven Auseinandersetzung mit den Informationsangeboten angeregt werden", so Narciss.

Susanne Narciss studierte an der Universität Heidelberg Romanistik und Sportwissenschaften sowie Psychologie. Ihre Dissertation mit dem Titel "Empirische Studien zur kognitiven Repräsentation bewegungsstruktureller Merkmale - Ein wissenspsychologischer Ansatz zur theoretischen Fundierung des mentalen Trainings" wurde im Carl-Diem-Wettbewerb 1993/1994 ausgezeichnet. Von 1989 bis 1994 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg tätig. 1994 wechselte sie an die Technische Universität Dresden an die Professur für die Psychologie des Lehrens und Lernens, wo sie sich 2005 mit experimentellen Arbeiten zu den Bedingungen und Wirkungen von tutoriellen Feedbackstrategien habilitierte. Für ihre Arbeiten zu tutoriellen Feedbackstrategien erhielten sie und ihr interdisziplinäres Forschungsteam mehrere internationale Auszeichnungen (z. B. Distinguished Development Award of the Association on Educational Communications and Technology (AECT) für den Handbuchbeitrag "Feedback strategies for interactive learning tasks"; Stellar Stakeholder Award 2011 für ein Paper auf der European Conference on Technology-Enhanced Learning).

Internationale Lehr- und Forschungserfahrung sammelte sie im Rahmen zahlreicher Aufenthalte als Gastprofessorin am Laboratoire Travail et Cognition der Université Toulouse, Frankreich, sowie als Leiterin internationaler Forschungsprojekte ebenfalls mit der Université Toulouse, der Leiden University in den Niederlanden und der California State University at Chico in den Vereinigten Staaten. Ihre interdisziplinäre Forschungsausrichtung zeigt sich unter anderem auch in der Leitung des durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts "Adaptives Tutorielles Feedback", das sie in Kooperation mit dem Centre for e-Learning Technology (CeLTech) des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) bzw. dem Fachbereich Informatik der Universität Saarbrücken realisierte.
"Ich freue mich darauf, mit meiner Expertise einen Beitrag für eine qualitativ hochwertige, professionsorientierte Ausbildung in den Lehramtsstudiengängen der Universität Passau zu leisten und bin gespannt, inwiefern es gelingen wird, im Sinne des Mottos der Universität Passau 'Wissenschaft für die vernetzte Gesellschaft' Strukturen in diesem Bereich aufzubauen, die es ermöglichen, empirisch-experimentelle Lehr-Lernforschung zu psychologischen Fragen des technologiegestützten Wissens- und Kompetenzerwerbs zu betreiben", so Narciss.

Anja Schuster | 02.04.2014

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