Veranstaltende: GeoComPass – Geographische Gesellschaft Passau e. V.
CeoComPass Thema: "Klimamigration" – Wie beeinflusst die menschengemachte Erderwärmung Flucht und Migration?
Die Klimaveränderungen an besonders verwundbaren Orten und Regionen ziehen ein ganzes Bündel an Konsequenzen nach sich: Dürre, Überschwemmungen, Agrarkrisen, Hunger, Armut und – schließlich – Entsiedlung. Wo kann dieser Teufelskreis durchbrochen werden, und sind die Folgen der Klimakrise wirklich ausschließlich negativ zu bewerten?
Die Auswirkungen des Klimawandels sind kaum mehr zu übersehen – und in Europa gibt es die große Sorge, dass die zerstörerischen Folgen der Klimakrise schon bald riesige Flüchtlingsströme auslösen könnten. Doch was lässt sich tatsächlich über den Zusammenhang zwischen menschlicher Erderwärmung und Migration sagen? In seinem Vortrag führt der Migrationsforscher Benjamin Schraven aus, dass europäische Ängste vor Millionen sogenannter "Klimaflüchtlinge" aus Afrika oder Asien weniger auf fundierten Analysen als auf verzerrten Sichtweisen beruhen. Nichtsdestotrotz betont Schraven auch, dass klimabedingte Migration ein dringendes und hochrelevantes Thema ist, das Politik, Gesellschaft und Medien neu denken müssen – es braucht einen anderen Umgang mit dieser komplexen Realität.
Referent: Dr. Benjamin Schraven (Migrationsexperte, Berater, Autor, Dozent und Associate Senior Research Fellow des German Institute of Development and Sustainability Bonn)
Ort: Universität Passau, Audimax (Hörsaal 9, Innstraße 31)
Eintritt: 5 Euro regulär, 3 Euro ermäßigt, GeoComPass Mitglieder frei.
Anfragen: info@geocompass.de
Dienstag, 27. Januar 2026 (18:15 bis 19:45 Uhr)
Veranstaltende: Passau Young Researchers Excellence Centre (PYREC)
Ringvorlesung: Passau Lectures on Political Emotions
Die heutige politische Landschaft ist zunehmend von emotionaler Intensität geprägt. Vom Aufstieg populistischer Bewegungen bis hin zu Kulturkriegen und parteipolitischer Feindseligkeit geht es in der Politik nicht mehr nur um rationale Debatten über Politik, sondern sie ist tief mit kollektiven Emotionen und Identität verflochten. Das Verständnis dieser Dynamiken ist entscheidend für die Bewältigung der Herausforderungen, denen westliche Demokratien gegenüberstehen, darunter Polarisierung, demokratischer Rückschritt und Sinnkrise im öffentlichen Leben.
In den letzten Jahrzehnten haben wir einen tiefgreifenden Wandel in unserem Verständnis der Rolle von Emotionen im politischen Leben erlebt. Der „affective turn“ in der Philosophie, der in den 1990er Jahren begann, hat zusammen mit Durchbrüchen in der affektiven Neurowissenschaft die traditionellen westlichen Denkmodelle, die Vernunft und Emotion voneinander trennten, grundlegend in Frage gestellt.
Diese Vortragsreihe zielt darauf ab, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Emotionen und Politik in den heutigen westlichen Gesellschaften zu untersuchen und interdisziplinäre Perspektiven zusammenzuführen, um zu verstehen, wie kollektive Gefühle unsere politische Landschaft prägen.
Thema: Can You Still Trust Your Feelings? On Emotions that Promote Democracy
Referentin: Dr. Sarah Srömel (Columbia University Now York City/Universität Regensburg)
Dieser Termin findet online statt.
Anmeldung und Anfragen unter: politicalemotions@uni-passau.de