Hitzewellen, Starkregen, Überflutungen, Erdrutsche und Sturmschäden – wir alle spüren die Folgen der Klimakrise mittlerweile hautnah. Auf den Fidschi-Inseln versinken bereits ganze Dörfer im Meer wegen des steigenden Meeresspiegels. Wie können die pazifischen Inselstaaten noch gerettet werden. Welche Rolle spielt die Pazifik-Region angesichts des geopolitischen Wettbewerbs zwischen China und den USA? Was kann die Bundesrepublik Deutschland hier konkret tun? Und welche Chancen einer engeren bilateralen Zusammenarbeit eröffnen sich durch die koloniale Vergangenheit Deutschlands in der Region?
Dies und weitere Fragen erläutert der deutsche Botschafter auf den Fidschi-Inseln und Sonderbotschafter auf den Pazifischen Inselstaaten Dr. Andreas Prothmann, der uns live aus dem Pazifik zugeschaltet ist. Bitte beachten Sie die daher geänderte Zeit. Das Webinar wird bereits am Morgen von 8 bis 9 Uhr stattfinden. Prof. Dr. Michael Grimm wird auf die besonderen ökonomischen Herausforderungen der sogenannten „Small Island Developing States“ (Kleine Inselentwicklungsländer) eingehen.
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NEOM – das neueste Mega-Projekt in Saudi-Arabien, stellt alles Dagewesene in den Schatten. „Es soll hier Dienstleistungen geben, wie man sie sich kaum vorstellen kann, es soll hier Dinge zu sehen und zu erleben geben, wie man sie anderswo noch nicht gesehen oder erlebt hat“, sagt Richard Adam, Tourismusexperte, der im Gebiet von Neom im Nordwesten Saudi-Arabiens lebt. Er ist bei dem Webinar live vom Golf von Akaba zugeschaltet und berichtet aus erster Hand von seinen persönlichen Eindrücken zu Planungen und der Umsetzung dieses gigantischen Tourismus-Projektes. Dazu gehört neben dem Gebiet Trojena, wo die Asien-Winterspiele 2029 stattfinden sollen, auch die Neom-Urlaubsinsel Sindalah und the Line – eine Stadt durch die Wüste, die 170 Kilometer lang und nur 200 Meter breit werden soll. Es ist geplant, dass dort einmal 9 Millionen Menschen leben. Sie soll zudem klimaneutral betrieben werden. Es wird dort keine Straßen und Autos geben, sondern nur eine unterirdische Schnellbahn. Die Energie soll durch grünen Wasserstoff geliefert werden. Aber sind Planstädte wie Neom tatsächlich zeitgemäß? Inwieweit berücksichtigen entsprechende Großprojekte die städtebaulichen Ideale und Leitbilder der Gegenwart? Die wissenschaftliche Einschätzung dazu gibt uns Prof. Dr. Jörg Scheffer.
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Künstliche Intelligenz verändert die Welt. Sie wird in immer mehr Bereichen und von immer mehr Menschen verwendet. Dies bietet Chancen, aber auch Gefahren. Die Auswirkungen sind heute noch kaum abzuschätzen. Wahlen werden durch Troll-Armeen beeinflusst, Staaten destabilisiert und Gesellschaften polarisiert. Aber kann man moderne Technologien nicht auch nutzen, um dem entgegenzuwirken und Demokratien zu schützen? Wie Künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle für den Schutz unserer Demokratien spielen kann zeigt uns Dr. Anke Allenhöfer. Prof. Dr. Daniel Göler wird uns die Gefahren für die Demokratien und mögliche Schutzmaßnahmen aus wissenschaftlicher Perspektive erläutern.
Referierende:
Dr. Anke Allenhöfer, Lead Legal Counsel Germany, Helsing
Prof. Dr. Daniel Göler, Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls für Europäische Politik, Universität Passau
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Wie kommt die Kiwi aus Neuseeland zu uns in den Supermarkt? Wie sieht die Energiebilanz dabei aus? Wieso sind Tomaten aus Nordafrika zum Teil billiger als die Tomaten aus der Region? Und wie schafft man es, das Obst frisch auf den Ladentisch zu bekommen bei einem Transportweg von Tausenden von Kilometern? Wie kommt es, dass wir das ganze Jahr über aus so gut wie allen Obst- und Gemüsesorten im Supermarkt auswählen können? Der internationale Warenhandel ist sehr komplex, vor allem wenn es um verderbliche Produkte wie Obst und Gemüse geht. Wie genau das funktioniert und welche Herausforderungen es auch angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage zu meistern gilt wird uns Benedikt Mangold, CEO, BayWa Global Produce GmbH, erläutern. Professorin Alena Otto stellt uns ihre Forschungsschwerpunkte in Management Science and Operations Management vor und zeigt die aktuellen Herausforderungen und Chancen in der globalen Logistik aus wissenschaftlicher Perspektive auf.
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Argentinien ist nicht nur aktueller Fußballweltmeister, sondern auch das achtgrößte Land der Erde. Viele denken an die Pampas in Argentinien und die Rindersteaks, die von dort auf unseren Tellern landen. In letzter Zeit macht das Land vor allem Schlagzeilen durch die hohe Inflation und die Drogengewalt in bestimmten Gebieten. Der neue Präsident Javier Milei ist seit Dezember 2023 an der Macht und möchte das Land grundlegend reformieren. Den radikalen Umbau unterstrich er nicht zuletzt im Wahlkampf mit der Motorsäge, die zeigen sollte, dass nichts so bleiben wird, wie es war.
Welche Auswirkungen haben die radikalen Reformen des Präsidenten auf Argentinien, Südamerika und die Welt? Gelingt es die Inflation einzudämmen und die Wirtschaft voran zu bringen? Welche Rolle spielt Argentinien im Weltgeschehen? Und wie blicken deutsche Unternehmen auf das Land?
Diese und weitere Fragen wird uns Gunther Neubert, Geschäftsführer der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer, live aus Buenos Aires beantworten.
Prof. Dr. Ursula Reutner stellt die Entwicklung in Argentinien aus wissenschaftlicher Perspektive dar.
Referierende:
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Wenn die deutsche Außenpolitik im Auswärtigen Amt und im Bundeskanzleramt gemacht wird – welche Rolle hat dann überhaupt der Bundespräsident als Staatsoberhaupt? Wie verändert sich seine Rolle, wie verändern sich seine Themen in einer sich rasch wandelnden geopolitischen Umgebung? Was bedeutet die „Zeitenwende“ für das deutsche Staatsoberhaupt? Ein Bericht aus der Praxis und eine Einschätzung aus der Wissenschaft.
Diese und weitere Fragen wollen wir im Webinar des Neuburger Gesprächskreises diskutieren.
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Dienstag, 23. Januar 2024 um 17 Uhr. Eindrücke eines deutschen UN-Diplomates vor Ort | Die Sicht der Internationalen Politik auf das aktuelle Geschehen in Nahost.
Im Nahen Osten wächst zunehmend die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts, besonders im Libanon. Das Land grenzt im Norden an Syrien und im Süden an Israel, wo die Spannungen mit der Hizbullah im Grenzgebiet zugenommen haben. Gleichzeitig bedrohen Huthi-Angriffe im südlichen Roten Meer internationale Schifffahrtsrouten, weswegen Container- und Handelsschiffe lange Umwege um das Kap der Guten Hoffnung in Kauf nehmen.
Das Büero der Vereinten Nationen zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung (United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC) ist im Kampf gegen organisierte Kriminalität engagiert – darunter Drogen- und Waffenschmuggel. Inwiefern kann internationale Zusammenarbeit und Diplomatie den Nahostkonflikt entschärfen oder sogar beilegen? Wie ist die Lage vor Ort heute und wie wirkt sich die Krise auf das Leben im Libanon aus?
Dazu wird uns Wolfgang Aigner, Regionalbeauftragter von UNDOC, direkt aus dem Libanon berichten.
Prof. Dr. Stahl, Politikwissenschaftler an der Universität Passau, wirft einen Blick auf die Hintergründe des Konflikts im Nahen Osten und beleuchtet den tiefgreifenden Identitätskonflikt der beteiligten Parteien. Als möglichen Hoffnungsschimmer für langfristigen Frieden identifiziert er einen potenziellen politischen Wandel, der Raum für neue Debatten schaffen könnte. Die Rolle der internationalen Unterstützung im Nahen Osten bleibt dabei ein entscheidender Faktor für eine mögliche friedliche Zukunft.
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