Nach der Auseinandersetzung mit Platon im vergangenen Sommer steht nun die Auseinandersetzung mit dem Klassiker von Aristoteles auf dem Programm. Zentrale Fragen, die Platons Schüler Aristoteles in seiner Lehre aufwirft, werden behandelt: Wie wird man ein guter Mensch? Was ist Glückseligkeit? Welches ist das höchste Gut und wie kann man es durch sein Handeln erreichen?
Professor Dr. Karoline Reinhardt, Inhaberin der Professur für Angewandte Ethik, freut sich über die Fortsetzung der offenen Veranstaltungsreihe im Sommer 2026: „Die stetig wachsende Zahl an Teilnehmenden hat uns gezeigt: Kein Passauer Sommer ohne Philosophie im Biergarten!" und dankt Dr. Florian Wobser, „der in diesem Semester die Anleitung der Studierenden und die Gestaltung der Veranstaltung übernimmt, und damit zum Fortbestand der Reihe auf so wundervolle Weise beiträgt."
Die Veranstaltungsreihe wurde im Rahmen des Projekts PASSAUtonomy entwickelt, das 2024 den Hochschulwettbewerb im Rahmen des Wissenschaftsjahres zum Thema Freiheit gewonnen hat, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seitdem wird die Reihe an der Professur für Angewandte Ethik fortgeführt und in Lehrveranstaltungen eingebunden.
Die diesjährige Fortsetzung widmet sich mit der Nikomachischen Ethik einem Standardwerk der Philosophischen Welt. „Ich bin sehr erfreut darüber, das spannende Format in diesem Sommer zu betreuen. Die antike Ethik des Aristoteles eignet sich gewiss sehr, um den bereits in den letzten Jahren in Erfahrung gebrachten Hunger nach Philosophieren der Passauer Bevölkerung zu stillen“, kommentiert Dr. Florian Wobser mit einem Lächeln, um noch zu ergänzen: „Ich hoffe sehr auf eine zahlreiche Teilnahme!“
Der Auftakt findet am 20. Mai ab 18.30 Uhr im Alten Bräuhaus statt.
Weitere Termine, ebenfalls ab 18.30 Uhr:
- 11. Juni im Ratskeller
- 24. Juni im Hacklberger Biergarten
Zu Beginn werden Textauszüge der Nikomachischen Ethik von Aristoteles verteilt, die die Grundlage der anschließenden Diskussion bilden. Vorkenntnisse oder eine vorherige Anmeldung sind nicht erforderlich und die einzelnen Veranstaltungsabende können auch unabhängig voneinander besucht werden.