Seit Eröffnung der Universität im Jahr 1978 wurde der Campus der Universität Passau, der heute 20 Gebäude umfasst und sich auf rund einem Kilometer Länge entlang des Inns erstreckt, kontinuierlich weiterentwickelt. Das außergewöhnliche städtebauliche Konzept mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit hat bis heute Bestand und fließt in die Weiterentwicklung des Passauer Campus zu einem modernen Modellcampus ein, der digital vernetzte Experimentier- und Begegnungsräume für innovative Lehr-und Lernformate, interdisziplinäre Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung bietet.
Inklusion und Diversität sind dabei zentrale Bausteine im integrativen Konzept der Campusgestaltung. Derzeit finden auf dem Campus Bauarbeiten für eine barrierefreie Umgestaltung des Hochschulwegs statt. So werden etwa Leiteinrichtungen in den Verkehrsflächen am Campus für sehbehinderte und blinde Menschen geschaffen sowie die Rampenanlagen und Oberflächen der Wegverbindungen für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer angepasst.
Im ersten Bauabschnitt, der bis Anfang Dezember 2026 fertiggestellt sein soll, wird der Campus von Ost nach West erschlossen. In einem weiteren Bauabschnitt, voraussichtlich 2027, sollen die nördlichen Verbindungen zu den Campusgebäuden und teilweise die Innstraße angebunden werden. Zusätzlich werden Aufzugsanlagen, etwa in der Zentralbibliothek oder in der Fakultät für Informatik und Mathematik, barrierefrei umgebaut.
„Die Umsetzung unseres Diversity-Konzepts ist mir ein wichtiges Anliegen. Mit der barrierefreien Umgestaltung des Hochschulwegs gehen wir deshalb einen wichtigen nächsten Schritt hin zu einem inklusiven Campus, der nicht nur unseren Studierenden und Beschäftigten, sondern auch der Stadtgesellschaft offensteht. Barrierefreiheit und Vielfalt sollen auf unserem Campus selbstverständlich erlebbar sein“, erläutert Barbara Tasch, Kanzlerin der Universität Passau.
Die Bayerische Staatsregierung fördert mit dem Programm „Bayern Barrierefrei 2023“ den Abbau von Barrieren und nimmt bei eigenen, öffentlich zugänglichen Gebäuden eine besondere Vorbildfunktion ein. Die Planung und Abstimmung der Maßnahmen an der Universität Passau erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen den zuständigen universitären Einrichtungen und dem Staatlichen Bauamt Passau. Dabei wurde der Verlauf des barrierefreien Hochschulwegs auf universitärer Seite festgelegt und mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmt, auch die Schwerbehindertenvertretungen von Universität und Stadt Passau waren am Prozess beteiligt, ebenso der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund Bayern e.V. Planung und Bauleitung wurden über das Bauamt an den Landschaftsarchitekten Andreas Ortner, Osterhofen, vergeben.
Barrierefreiheit an der Universität Passau
Die Universität Passau versteht sich als gesellschaftlich verantwortliche, werteorientierte Hochschule. Sie setzt sich für Vielfalt und Barrierefreiheit in allen Arbeitsbereichen der Universität sowie in der Zusammenarbeit mit ihren externen Partnerinnen und Partnern ein. Die Stabstelle Diversity und Gleichstellung sowie das erarbeitete Diversity-Konzept stellen sicher, dass Inklusion an der Universität nicht nur auf Leitungsebene fest verankert ist, sondern möglichst breit an den einzelnen Einrichtungen der Universität mitgedacht und umgesetzt wird. Zudem sind fast alle Gebäude an der Universität mit barrierefreien WCs und Zugängen für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie Erste-Hilfe-Räumen mit Liegemöglichkeiten ausgestattet; eine interaktive Karte bietet einen Überblick über alle Maßnahmen: https://www.hilfe.uni-passau.de/barrierefreiheit.