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Bioökonomie: Wie der Wandel zu einer nachhaltigen bio-basierten Wirtschaft gelingen kann

Welche Chancen bietet die Bioökonomie für Klimaschutz und regionale Entwicklung? Wer profitiert von neuen Produkten und Geschäftsmodellen? Und welche gesellschaftlichen Veränderungen braucht eine Wirtschaft, die weniger auf fossile Rohstoffe angewiesen ist? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der internationalen Bioeconomy Economics Conference vom 28. bis 30. September 2026 an der Universität Passau. Organisiert wird die Tagung von Dr. Terese Venus, Leiterin der Passauer Nachwuchsforschungsgruppe Bioeconomy Economics, und ihrem Team.

| Lesedauer: 3 Min.

Das Konferenzteam mit Dr. Terese Venus (Mitte); Foto: Universität Passau

Das Konferenzteam mit Dr. Terese Venus (Mitte); Foto: Universität Passau

Die Bioökonomie nutzt biologische Rohstoffe und Prozesse, um beispielsweise Materialien, Chemikalien oder Energie bereitzustellen. Landwirtschaftliche Reststoffe können zu neuen Produkten verarbeitet werden, nachwachsende Rohstoffe fossile Ausgangsstoffe ersetzen. Damit verbinden sich wirtschaftliche Möglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen. Zugleich entstehen Fragen nach der Nutzung begrenzter Flächen und Ressourcen sowie nach der Verteilung von Kosten, Risiken und Erträgen.

„Technische Innovationen allein reichen für eine nachhaltige Bioökonomie nicht aus. Neue Verfahren und Produkte brauchen auch passende wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen: verlässliche Kooperationen, tragfähige Geschäftsmodelle und Investitionen“, erklärt Dr. Terese Venus.

Die Konferenz betrachtet die Bioökonomie als gesellschaftlichen Veränderungsprozess. Im Mittelpunkt stehen zwei miteinander verbundene Fragen: Wie wirkt sich die Bioökonomie auf die Gesellschaft aus? Und welche Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind erforderlich, damit eine nachhaltige Bioökonomie entstehen kann?

Drei Keynotes beleuchten unterschiedliche Aspekte dieses Wandels. Den Auftakt macht Prof. Dr. Daniela Thrän am Montag, 28. September, mit ihrem Vortrag „The bioeconomy as an enabler for climate mitigation“. Sie widmet sich dem Beitrag der Bioökonomie zum Klimaschutz.

Prof. Dr. Jan Börner spricht am Dienstag, 29. September, von 9:00 bis 10:00 Uhr zum Thema „Bioeconomy and Tropical Forests: Friends or Foes?“. Sein Vortrag richtet den Blick auf das Verhältnis zwischen Bioökonomie und tropischen Wäldern sowie auf mögliche Synergien und Zielkonflikte.

Am Mittwoch, 30. September, von 9:00 bis 10:00 Uhr folgt die Keynote von Prof. Dr. Nicolas Befort: „How Innovation Ecosystems Transform: Lessons from the Bioeconomy“. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Innovationsökosysteme verändern und welche Erkenntnisse sich aus der Bioökonomie gewinnen lassen.

Einen Bezug zur politischen und unternehmerischen Praxis bietet die Podiumsdiskussion am Dienstag, 29. September, von 15:00 bis 17:00 Uhr. Vertreten sind das Bayerische Wirtschaftsministerium, der Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern, das Unternehmen Rottal Hanf sowie die Perspektive einer EU Bioeconomy Youth Ambassador. Diskutiert wird, welche Rahmenbedingungen Unternehmen für die Entwicklung biobasierter Produkte benötigen, wie Wissenschaft, Politik und Praxis zusammenarbeiten können und welche Erfahrungen sich aus Bayern einbringen lassen.

„Wir wollen besser verstehen, unter welchen Bedingungen Menschen und Unternehmen neue Wege einschlagen und welche Hindernisse ihnen dabei begegnen. Ebenso wichtig ist die Frage, wer die Kosten des Wandels trägt, wer davon profitiert und wie Betroffene an Entscheidungen beteiligt werden“, sagt Venus.

Die englischsprachige Konferenz findet im Gebäude der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau, Innstraße 27, statt und richtet sich an angemeldete Gäste. Mehr Informationen und Programm unter https://www.uni-passau.de/en/bioeconomy-economics-conference-2026.

Hinweis an Medienvertreterinnen, Medienvertreter und Interessierte:

Die Eröffnungsveranstaltung der Tagung am Montag, 28. September, ab 12:50 Uhr im Foyer der WIWI-Fakultät sowie die Keynotes und die Podiumsdiskussion am Dienstag, 29. September, von 15:00 bis 17:00 Uhr (WIWI, HS7) sind für Interessierte und Medienschaffende offen zugänglich. Um Anmeldung wird gebeten an bioeconomy-conference@uni-passau.de.

Kontakt

Referat für Medienarbeit

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an:

Nicola Jacobi und Tanja Daller
Tel.: +49 851 509-1434, -1450
kommunikation@uni-passau.de

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