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CSU-Abgeordnete im Austausch mit Universitätspräsident Schumann

Universitätspräsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann begrüßte die CSU-Abgeordneten Hans Koller (MdB), Stefan Meyer (MdL) und Josef Heisl (MdL) zu einem Antrittsbesuch und Austausch an der Universität Passau. Am Gespräch nahmen auch Vizepräsident Prof. Dr. Harald Kosch und Kanzlerin Barbara Tasch teil. Im Mittelpunkt standen der laufende Strategieprozess der Universität, ihre internationale Ausrichtung, der Medizincampus Niederbayern sowie die Bedeutung der Universität als Impulsgeberin für die Entwicklung von Stadt und Region.

| Lesedauer: 4 Min.

Die CSU-Abgeordneten Hans Koller, Stefan Meyer und Josef Heisl zu Besuch an der Universität Passau; Foto: Universität

Die CSU-Abgeordneten Hans Koller, Stefan Meyer und Josef Heisl zu Besuch an der Universität Passau; Foto: Universität

Hans Koller, MdB, unterstrich zu Beginn des Gesprächs die Bedeutung der Universität Passau: „Die Universität ist für uns und für die gesamte Region von enormer Bedeutung. Sie ist ein zentraler Motor für Innovation, Fachkräftesicherung und internationale Vernetzung.“ Präsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann stellte den Gästen den derzeit laufenden Strategieprozess der Universität vor. Ziel sei es, das Profil der Universität in Forschung und Lehre weiter zu schärfen, bestehende Stärken gezielt auszubauen und die Universität langfristig noch sichtbarer zu positionieren. Zu diesen Stärken zähle unter anderem die Sprachenausbildung der Universität. Seit vielen Jahren schaffe sie eine wichtige Grundlage für internationale Karrieren der Passauer Absolventinnen und Absolventen – zum Beispiel im Auswärtigen Amt, in internationalen Organisationen oder im diplomatischen Dienst. Angesichts der zunehmenden Internationalisierung von Studium und Wissenschaft gewinne sie auch in Zukunft weiter an Bedeutung.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Entwicklung der Studierendenzahlen. Nach einem pandemiebedingten Rückgang der Einschreibungen verzeichne die Universität seit zwei Jahren wieder steigende Anfängerzahlen. Einen wichtigen Beitrag dazu leiste die langfristig angelegte Internationalisierungsstrategie. So gewännen englischsprachige Studienangebote und ein zweisprachiger Campus zunehmend an Bedeutung. MdB Hans Koller bewertete diese Entwicklung ausdrücklich positiv: „Die steigenden Studierendenzahlen sind ein starkes Signal für die Attraktivität des Hochschulstandorts Passau. Gleichzeitig begegne ich in Berlin immer wieder Menschen, die in Passau studiert oder einen Teil ihrer akademischen Laufbahn hier absolviert haben. Das zeigt, welche hervorragenden Ruf unsere Universität weit über Niederbayern hinaus genießt.“

Gleichzeitig verfolge die Universität das Ziel, so Präsident Schumann, internationale Studierende nicht nur für ein Studium zu gewinnen, sondern diese auch gezielt mit Unternehmen und Institutionen der Region zu vernetzen. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft sollen Absolventinnen und Absolventen auf diese Weise als dringend benötigte Fachkräfte in Niederbayern gehalten werden. Der Präsident betonte, dass viele internationale Studierende großes Interesse daran hätten, nach ihrem Studium dauerhaft in der Region zu bleiben. MdL Josef Heisl ergänzte in diesem Zusammenhang: „Wir bilden hier junge Menschen aus der ganzen Welt aus. Umso wichtiger ist es, gemeinsam Strategien zu entwickeln, damit möglichst viele dieser hervorragend qualifizierten Absolventinnen und Absolventen langfristig in unserer Region bleiben und hier ihre berufliche Zukunft sehen.“

Auf Nachfrage von MdL Josef Heisl zum aktuellen Sachstand des Medizincampus Niederbayern (MCN) sowie der baulichen Entwicklung am Spitzberg informierte die Universitätsleitung über die nächsten Schritte. Vizepräsident Prof. Dr. Harald Kosch berichtete, dass die Berufungsverfahren für drei Professuren derzeit laufen. Bereits 2027 erwarte man dann nicht nur die neuen Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die ersten Medizinstudierenden an der Universität Passau. Ein wesentliches Ziel des Medizincampus sei es, Ärztinnen und Ärzte gerade auch für die Region auszubilden und möglichst dauerhaft in Niederbayern zu halten, um die medizinische Versorgung der Region langfristig zu sichern. Auch zum Projekt Spitzberg erläuterte die Universitätsleitung den aktuellen Stand. Am Spitzberg entsteht derzeit das Internationale Wissenschaftszentrum (IWZ) der Universität. Nach Abschluss der Abbrucharbeiten stehe hier die Entscheidung über die Mittelfreigabe für den Bau an, wie Kanzlerin Barbara Tasch erläuterte. Mit dem Internationalen Wissenschaftszentrum soll langfristig ein Zentrum für Wissenschaft und Kultur entstehen, das zugleich den Austausch zwischen Universität und Stadtgesellschaft weiter stärkt.

Präsident Schumann berichtete zudem über den engen Austausch mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage arbeite die Universität eng mit dem Ministerium zusammen, um verlässliche Rahmenbedingungen für ihre langfristige Entwicklung sicherzustellen. „Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Universität Passau auch künftig ein attraktiver Studien- und Forschungsstandort bleibt. Wenn wir die Qualität weiter stärken, werden sich stabile und steigende Studierendenzahlen auch in Zukunft fortsetzen.“, so MdL Stefan Meyer, Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst.

Mit Blick auf die Zukunft verwies der Präsident außerdem auf ein besonderes Ereignis: Im Jahr 2028 feiert die Universität Passau ihr 50-jähriges Bestehen. Das Jubiläum werde Gelegenheit bieten, auf die Erfolgsgeschichte der Universität zurückzublicken, ihre enge Verbundenheit mit Stadt und Region sichtbar zu machen und zahlreiche Alumni, die heute in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft tätig sind, wieder an ihre Alma Mater zurückzubringen.

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