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Mit Passantinnen und Passanten im Gespräch über Demokratie: (v.r.) Universitätspräsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann, Dr. Linda v. Keyserlingk-Rehbein (Geschäftsführung Labor für Demokratiebildung) und Prof. Dr. Inken Heldt (Leitung Labor für Demokratiebildung / Lehrstuhl für das Politische System der Bundesrepublik und Politische Bildung); Foto: Jonas Dilger Mit Passantinnen und Passanten im Gespräch über Demokratie: (v.r.) Universitätspräsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann, Dr. Linda v. Keyserlingk-Rehbein (Geschäftsführung Labor für Demokratiebildung) und Prof. Dr. Inken Heldt (Leitung Labor für Demokratiebildung / Lehrstuhl für das Politische System der Bundesrepublik und Politische Bildung); Foto: Jonas Dilger

Demokratie erlebbar machen: Aktionstage zum Ehrentag des Grundgesetzes 2026 an der Universität Passau

Impressionen der "Haltestelle. Demokratie vor Ort" zum Ehrentag des Grundgesetzes

Impressionen der "Haltestelle. Demokratie vor Ort" zum Ehrentag des Grundgesetzes

Das Labor für Demokratiebildung an der Universität Passau beteiligte sich in Zusammenarbeit mit Studierenden und weiteren Einrichtungen der Universität mit einem umfangreichen Programm an der bundesweiten Aktionswoche zum Ehrentag des Grundgesetzes am 23. Mai unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ Zahlreiche Veranstaltungen an der Universität und in der Innenstadt luden zum Mitmachen, Mitgestalten und Mitreden ein.

„Das Grundgesetz ist kein trockener Text für Lehrbücher. Es ist die Grundlage für unsere offene Gesellschaft und es lebt davon, dass Menschen es im Alltag mit Leben füllen. Mit unserer Aktionswoche wollten wir Demokratie nicht nur erklären, sondern erlebbar machen: im Klassenzimmer, an der Universität und mitten in der Passauer Innenstadt“, sagt Dr. Linda v. Keyserlingk-Rehbein Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung und Projektleiterin der Aktionstage „Ehrentag des Grundgesetzes“ an der Universität Passau.

Das Programm zum Ehrentag war umfangreich, von Donnerstag bis Samstag (21. bis 23. Mai) fanden verschiedene Workshops, Fortbildungen und Aktionen an der Universität und in der Stadt Passau statt, an denen neben Studierenden auch Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen konnten. „Das Motto ‚Für dich. Für uns. Für alle.‘ passte sehr gut zu unserem Ansatz: Demokratie beginnt dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Unterschiede aushalten und gemeinsam Verantwortung übernehmen“, so Prof. Dr. Inken Heldt, Leiterin des Labors für Demokratiebildung. „Uns war wichtig, kein rein symbolisches Programm zu gestalten, sondern Formate zu schaffen, in denen Menschen selbst aktiv werden können. Demokratie funktioniert nicht als Zuschauerveranstaltung.“

Einen der Höhepunkte der Aktionstage bildete am Samstagvormittag das offene Austauschformat „Haltestelle: Demokratie vor Ort. Bring Dich ein und tausch Dich aus“ mitten in der Passauer Fußgängerzone, das vom Labor für Demokratiebildung und Mitarbeitenden im Projekt TraUBe organisiert worden war. Neben unzähligen Passantinnen und Passanten waren auch Universitätspräsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann und Passaus Oberbürgermeister Andreas Rother mit dabei. „Demokratie gehört nicht hinter geschlossene Türen, sondern dorthin, wo Menschen sich begegnen“, so Dr. Ina Voshage vom Projekt TraUBe. „Gerade solche Begegnungsräume sind für die Vernetzung von Stadtgesellschaft und Universität enorm wertvoll.“

Mit interaktiven Stationen wie einem ‚Fahrplan‘ mit den Fragen „Wo stehen wir?“ und „Wo wollen wir hin?“, einem „Fahrtenbuch“ sowie kreativen Formaten wie dem „Spiegel der Stadt“ hat das Projekt TraUBe einen offenen Begegnungsraum geschaffen, um gemeinsam über Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu reflektieren. Das Labor für Demokratiebildung lud wiederum zur Teilhabe an einem besonderen Ideenspeicher für eine offene und demokratische Gesellschaft ein. Ein vielfältiges und zugleich stabiles Wabensystems nahm Impulse für die Demokratiebildung auf.

An der „Haltestelle: Demokratie vor Ort“ entstanden so zahlreiche anregende Gespräche, in denen Passantinnen und Passanten ihre eigenen Perspektiven einbringen konnten. Eine Zusammenfassung dieser vielfältigen Eindrücke und Ideen wird in Kürze auf der Projektwebseite veröffentlicht.

Auf großes Interesse stieß während der Aktionstage auch die Lehrkräftefortbildung im Didaktischen Innovationslabor (DiLab) des Zentrums für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik (ZLF) unter Leitung von Dr. v. Keyserlingk-Rehbein, Dr. Sandra Kufner und Prof. Dr. Inken Heldt. Die Teilnehmenden setzten sich dabei mit der Videoreihe „Stimmen für die Demokratiebildung im Klassenzimmer“ auseinander. Prominente Persönlichkeiten, wie z.B. die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja, wenden sich darin direkt an Schülerinnen und Schüler und teilen ihre Perspektiven auf zentrale Fragen der Demokratiebildung.

Das gesamte Aktionsprogramm entstand in Gemeinschaftsarbeit mit vielen Kooperationspartnern an der Universität: Labor für Demokratiebildung der Universität Passau, Forschungsprojekt TraUBe (Transformation universitärer Bildungsräume der Universität Passau / Cosma Bothe, Dr. Ina Voshage), Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik (ZLF / Patrick Urlbauer, Dr. Hannes Birnkammerer, Dr. Sabrina Kufner), Didaktische Innovationslabore (DiLab, Universität Passau), Forschungsprojekt TaCT-FoRSED der Universität Passau (Dr. Stefan Christoph), das studentische Moderationsteam des Klimapuzzle Projekts, das Team der Passauer Politiktage sowie die Hochschulgruppe GoverNet – Staatswissenschaften Passau e.V.

„Es hat mich sehr gefreut, wie viele Akteurinnen und Akteure an diesem Programm mitgewirkt haben – von Forschung und Lehrkräftebildung bis hin zu Studierendeninitiativen. Demokratiebildung lebt von Zusammenarbeit. Dass dieses Programm gemeinsam mit verschiedenen Forschungsprojekten, Lehrformaten und studentischen Initiativen entstanden ist, zeigt genau das, worum es geht: demokratische Beteiligung als Gemeinschaftsaufgabe“, fasst Universitätspräsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann zusammen.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen und zum Labor für Demokratiebildung finden Sie auf dieser Webseite

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