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Digitale Unterstützung für Microteaching in der Lehrkräftebildung: Das DiLab der Universität Passau bei der Innovation Challenge 2026

Die Didaktischen Innovationslabore (DiLab) der Passauer Lehrkräftebildung haben unter dem Titel „Teach.Reflect.Grow – DiLab Microteaching in Teacher Education“ erstmals eine Problemstellung für die Innovation Challenge des SMART Ecosystem Ostbayern bereitgestellt. Vom 8. auf den 9. Oktober entwickelte ein interdisziplinäres Studierendenteam innerhalb von 24 Stunden einen Prototyp, der die Umsetzung von Microteaching mit Videos und kriteriengeleitetem Feedback digital unterstützt.

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Das vierköpfige studentische Team mit Dr. Verena Köstler (Mitte) bei der Abschlussveranstaltung in Landau a. d. Isar; Foto: Universität Passau.

Das vierköpfige studentische Team mit Dr. Verena Köstler (Mitte) bei der Abschlussveranstaltung in Landau a. D. Isar; Foto: Universität Passau.

Die Innovation Challenge greift reale Fragestellungen aus Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Hochschulen auf. Studierende bewerben sich vorab für die Teilnahme und entwickeln in einem eng gesteckten Zeitrahmen Lösungsansätze aus den Themenfeldern Prozessoptimierung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Ihre Ergebnisse präsentieren sie abschließend vor einer Expertenjury. Zum Auftakt in Landau a. D. Isar stellte Dr. Verena Köstler, Mitglied im DiLab-Leitungsteam und wissenschaftliche Referentin für Lehrinnovation und -kooperation am Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik (ZLF), den DiLab Use Case als einen von insgesamt 18 vor. In einer Podiumsrunde erläuterte sie, welche Erwartungen mit der erstmaligen Teilnahme an der Challenge verbunden sind.

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung arbeitete ein vierköpfiges studentisches Team in den DiLab-Räumen der Universität Passau an einer digitalen Anwendung, welche die Umsetzung von Microteaching in unterschiedlichen Kontexten der Lehrkräftebildung erleichtert. Microteaching ist eine etablierte Methode, mit der sich unterrichtliches Handeln schrittweise und in einem geschützten Rahmen erproben lässt. (Angehende) Lehrpersonen simulieren dabei kurze Unterrichtssequenzen in reduzierter Komplexität und erhalten dazu Feedback von Peers, also anderen Lehrpersonen ihrer Gruppe, das auf vorab festgelegten Beobachtungskriterien beruht. So stand bei der Entwicklung des Microteaching-Tools eine videobasierte Umsetzung im Fokus, bei der Lehrpersonen Handlungssequenzen aufzeichnen und die Peer-Rückmeldungen dazu für Weiterentwicklung nutzen. Zu berücksichtigen war dabei, dass das Tool von Hochschullehrenden lehramtsbezogener Disziplinen eingesetzt werden kann, die Microteaching in die eigene Lehre integrieren möchten. Ebenso sollte es eine eigenständige Nutzung durch Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare oder Lehrkräfte in Kleingruppen sowie die Verwendung in Fort- und Weiterbildungsformaten ermöglichen.

Am Ende von 24 Stunden lag ein bereits lokal lauffähiger Prototyp vor, den das Team in der Landauer Stadthalle der Jury überzeugend präsentierte. Die Studierenden haben das Konzept des Use Case dabei mit eigenen Ideen weiterentwickelt. So lassen Rückmeldungen direkt an bestimmte Stellen im Video setzen und überarbeitete Fassungen neu hochladen, wodurch Entwicklungen über mehrere Feedbackschleifen hinweg sichtbar werden. Optionale KI-Funktionen unterstützen den Prozess, die Entscheidung über Kriterien und Feedback bleibt aber bei den Nutzenden.

„Die Studierenden haben in kurzer Zeit nicht nur eine technische Lösung entwickelt, sondern auch die didaktische Logik von Microteaching aufgegriffen und weitergedacht“, so Dr. Verena Köstler, die gemeinsam mit Tobias Bumberger das Team von Seiten des DiLabs betreute. „Gerade die Möglichkeit, Verbesserungen über mehrere Durchgänge hinweg sichtbar zu machen, ist für die Reflexion professionellen Handelns ein großer Gewinn.“

Im Rahmen der Didaktischen Innovationslabore soll der Prototyp nun in Lehrkooperationen und hochschuldidaktischen Angeboten erprobt werden. Begleitende Forschung soll dabei Aufschluss darüber geben, wie digital gestützte Peer-Feedbackprozesse die Professionalisierung (angehender) Lehrpersonen unterstützen können.

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