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„Ein Frauennetzwerk ist Gold wert!“: Freudenhain-Schulleiterin gibt Tipps für den Karriereweg

Im Rahmen des Frauen-Mentoring-Programms mentUP+, das den weiblichen Führungskräfte-nachwuchs der Universität Passau fördert, hat kurz vor der Sommerpause ein Workshop zur Führungskompetenz stattgefunden. Organisiert an der Stabsstelle Diversity und Gleichstellung, tauschten sich zwölf Teilnehmerinnen des aktuellen Jahrgangs mit Heidi Dominik-Jetzlsperger, Schulleiterin des Freudenhain-Gymnasiums, über ihren Werdegang und ihre Erfahrungen als weibliche Führungskraft aus.

| Lesedauer: 3 Min.

Heidi Dominik-Jetzlsperger (dritte Person von links), Freudenhain-Schulleiterin, mit Teilnehmerinnen des Frauen-Mentoring-Programms der Universität Passau und Trainerin Ursula Drasch; Foto: Universität Passau

Heidi Dominik-Jetzlsperger (dritte Person von links), Freudenhain-Schulleiterin, mit Teilnehmerinnen des Frauen-Mentoring-Programms der Universität Passau und Trainerin Ursula Drasch; Foto: Universität Passau

Dominik-Jetzlsperger, die zur Freude von Programmkoordinator Dr. Benedikt Kuhnen die Gesprächsanfrage ohne Zögern zugesagt hatte, gab zunächst Einblicke in ihren akademischen Werdegang. Rückblickend bezeichnete die gebürtige Simbacherin es als Glück, nach Abschluss ihres Lehramtstudiums an der Universität Passau mit Rudolf Nerl auf einen Schulleiter getroffen zu sein, der sie am Gisela-Gymnasium von Beginn an gefördert habe. „Dadurch ist in mir der Wunsch gereift, nicht nur Deutsch und Geschichte zu unterrichten, sondern Schule in einer Leitungsfunktion aktiv mitzugestalten.“

Nach ihrem Wechsel 2023 vom Passauer Gisela-Gymnasium an die Maria-Ward-Schule Augsburg war sie dort als stellvertretende Schulleiterin tätig. Seit Februar dieses Jahres ist sie als Schulleiterin am Passauer Freudenhain-Gymnasium angestellt. Wie sie im Frühstücksgespräch deutlich machte, freue sie sich auf die Aufgabe.

Wichtig sei ihr das Prinzip der offenen Tür: „Jeder kann zu mir kommen und mit mir reden“, betonte die 47-jährige. Um eine gewisse professionelle Distanz zu wahren, habe sie sich im Kollegium bewusst für das „Sie“ entscheiden. Eine ihrer Hauptaufgaben bestehe nun darin, vor allem jene Menschen zu stärken, die das schulische System tragen. Als Frau in einer Führungsposition sehe sie sich von männlicher Seite gelegentlich mit unsachlicher Kritik konfrontiert, jedoch ausschließlich von Männern, die nichts mit dem schulischen Kontext zu tun haben. Durch ihre Leistungsbereitschaft und grundsätzliche Ansprechbarkeit versuche sie, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.

Führungskompetenz sei ihrer Ansicht nach eine Mischung aus angeborenen und erworbenen Fähigkeiten. Sie habe einige Fortbildungen zu Kommunikation und Führung belegt. „Konflikte löse ich durch direkte Kommunikation und klare Fehlerbenennung“, so Dominik-Jetzlsperger. Als Schulleiterin trage sie die Gesamtverantwortung für die Schule, überlege jedoch immer, was sie sinnvollerweise an andere delegieren könne. „Hier bin ich noch in einer Findungsphase – das braucht einfach eine gewisse Zeit.“

Um auch als Führungskraft noch genug Zeit für Privates zu haben, halte sie sich an klare Regeln: Zum Beispiel rede sie mit ihrem Ehemann abends nicht über schulische Themen, setze sich feste Arbeitszeiten und halte sich am Wochenende 24 Stunden frei, in denen sie auch nicht in ihr E-Mail-Fach schaue. Auf Nachfrage der Teilnehmerinnen des Mentoring-Programms gab Dominik-Jetzlsperger ihnen zum Abschluss des Gesprächs noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg: „Lassen Sie sich nicht von anderen einreden, was Sie können und was nicht“, so Dominik-Jetzlsperger, „und bauen Sie sich ein Frauennetzwerk auf, das ist Gold wert.“

Zum Frauen-Mentoring-Programm mentUP+:

mentUP+ ist das Frauen-Mentoring-Programm der Universität Passau. Ziel des Programms ist es, die Karrierechancen von Frauen zu verbessern, einen Beitrag zur Entwicklung von High Potentials zu leisten und den Anteil an Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Das Programm unterstützt bei der strategischen Laufbahnplanung, vermittelt karriererelevantes Wissen und bereitet auf künftige Führungs- und Managementaufgaben vor.

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