Dämonisiert, idealisiert, in Besitz genommen und verwertet - kulturgeschichtlich betrachtet wurden und werden Frauenkörper unter anderem im Film zur Projektionsfläche unterschiedlichster Zuschreibungen. Ein Thema, mit dem sich das filmische Double Feature am 25. Juni an der Uni Passau anhand der Filme „Tagebuch einer Verlorenen“ aus dem Jahr 1929 von Georg Wilhelm Pabst und Barbie (2023) von Greta Gerwig auseinandersetzte. In der Veranstaltung wurde der Bogen von einer sehr frühen filmischen Auseinandersetzung im Rahmen eines Stummfilm-Meilensteins nach der Romanvorlage von Margarete Böhme bis hin zu aktuellen Debatten um Körperbilder und patriarchale Zurichtungen, aber auch die Vielfalt und die Herausforderungen feministischer Gegenbewegungen gespannt.
Beide Filme sowie die sich jeweils anschließenden regen Diskussionen wurden begleitet und eingeordnet durch die Wissenschaftlerinnen Dr. Sahar Daryab und Sarah Beyvers.
Sahar Daryab ist Akademische Rätin und Fachstudienberaterin am Lehrstuhl für Literatur und Medien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Kultur- und Medienwissenschaften, insbesondere auf visueller Kultur, sozialen Medien, Geschlechterverhältnissen sowie dem iranischen Art Cinema.
Sarah Beyvers ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur der Universität Passau. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Neo-Viktorianismus, Games Studies, Fankulturen sowie Queer Studies mit einem Fokus auf Literatur, Kultur und digitale Medien.
Der Filmabend wurde Kooperation von den Frauenbeauftragten der Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Fakultät Dr. Paul Hamann-Rose, Sarah Beyvers und Johanna Sinn, den stellvertretenden universitären Frauenbeauftragten Véronique Coiffet und Dr. Kathrin Eveline Plank, dem Unikino Passau und dem Lehrstuhl für Literatur und Medien Universität Bamberg organisiert und von der Stabsstelle Diversity und Gleichstellung unterstützt.