Logo der Universität Passau

Führung durch Schloss Freudenhain für angehende Lehrkräfte im Fach Religion

Im Rahmen der „Lernwerkstatt Religionsunterricht“, die in diesem Sommer ihr 25. Jubiläum feiert, hatten Teilnehmende die Gelegenheit, die Räumlichkeiten des Auersperg-Gymnasiums Freudenhain bei einer speziellen Führung zu erkunden.

| Lesedauer: 2 Min.

Prof. Dr. Hans Mendl (Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts) dankte Stefan Kamper für die engagierte Führung; Foto: Mendl

Prof. Dr. Hans Mendl (Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts) dankte Stefan Kamper für die engagierte Führung; Foto: Mendl

Fast schien es, als empfange Kardinal Fürstbischof Joseph Franz Anton Graf von Auersperg persönlich 45 Lehramtsstudierende, um sie auf besondere Weise durch die Schlossanlage Freudenhain zu führen, deren Gebäude und Garten heute von den Schülerinnen und Schülern des Auersperg-Gymnasiums der Maria-Ward-Schulstiftung mit Leben erfüllt werden. Stefan Kamper, ehemaliger Lehrer dort, war, historisch gewandet, in die Rolle des Kardinals geschlüpft und gab so der Führung eine besondere Anschaulichkeit und Authentizität.

Der frühklassizistische Bau hoch über dem Nordufer der Donau liegt eingebettet in einem für damalige Verhältnisse gigantischen Park, der sich über das Fuchslochbachtal bis zur Plantage in Hacklberg erstreckte. Der Kardinal, alias Kamper, gab nicht nur Einblick in die architektonischen Besonderheiten, sondern erläuterte auch die zeitgeschichtlichen Hintergründe, die sich von der Aufklärung und den Freimaurern bis in die Zeit des Nationalsozialismus erstreckte. Er band in seine Ausführungen auch interessante Funde in Form von Zeitungsausschnitten und Fotos ein, die er beim Stöbern im Kellerarchiv entdeckt hatte. Das fürstbischöfliche Freudenhain, das ursprünglich „Freundenhain“ hieß, litt nicht nur während der Kriegszeiten, sondern besonders auch unter der Säkularisation, und erlebte im Laufe der Zeit ein wechselhaftes Schicksal.

Gerade für angehende Lehrkräfte, die das Fach Religion unterrichten werden, war es beim Gang durchs Gebäude eine Besonderheit zu sehen, wie harmonisch alle nötigen Räumlichkeiten einer Schule in die historische Substanz integriert wurden – vom Lehrerzimmer über die Schüleraula und die Klassenzimmer bis hin zu den Neubauten wie die neue Turnhalle. Die Führung durch Freudenhain war Teil des Abendveranstaltungsangebots der „Lernwerkstatt Religionsunterricht“, die in diesem Sommer ihr 25. Jubiläum feiern wird.

Der Führung schlossen sich ein Reflexionsgespräch über die didaktischen Besonderheiten eines narrativen personalisierten Zugangs zu einem historisch bedeutsamen Ort sowie Überlegungen zur Übertragbarkeit auf andere Lernzusammenhänge an: Auch Kirchen, Klöster und andere Kulturstätten können mit Elementen einer Personalisierung attraktiv inszeniert werden, ebenso wie Straßen- und Schulnamen oder Denkmäler.

Kontakt

Referat für Medienarbeit

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an:

Nicola Jacobi und Tanja Daller
Tel.: +49 851 509-1434, -1450
kommunikation@uni-passau.de

Ich bin damit einverstanden, dass beim Abspielen des Videos eine Verbindung zum Server von Vimeo hergestellt wird und dabei personenbezogenen Daten (z.B. Ihre IP-Adresse) übermittelt werden.
Ich bin damit einverstanden, dass beim Abspielen des Videos eine Verbindung zum Server von YouTube hergestellt wird und dabei personenbezogenen Daten (z.B. Ihre IP-Adresse) übermittelt werden.
Video anzeigen