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Gemeinsam zukunftsfähige Bildung gestalten: Lehrkräftebildung an der Universität Passau geht neue Wege

Seit 1980 kann an der Universität Passau Lehramt studiert werden. In diesen 45 Jahren entstanden immer wieder Projekte, Bildungsmodelle und Laborräume, die Hochschulen aus ganz Bayern auf Passau blicken lassen. Auch 2026 beginnt vielversprechend: Das Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik (ZLF) tritt mit einem neuen Errichtungsbeschluss in eine neue Phase ein und öffnet sich noch stärker nach außen – für eine vielseitig vernetzte, zukunftsorientierte Lehrkräftebildung. Bei der Auftaktveranstaltung am 19. Januar feierte das ZLF mit rund 60 geladenen Gästen im Didaktischen Innovationslabor (DiLab).

| Lesedauer: 3 Min.

Von links: Barbara Tasch (künftige Kanzlerin), Matthias Fuchs (ZLF-Geschäftsführung), Prof. Dr. Jan  H. Schumann (künftiger Präsident), Prof. Dr. Markus Pissarek (ZLF-Vorstand), Nina Ziegleder (ZLF-Vorständin, LASR), Prof. Dr. Andreas Eberth (ZLF-Vorstand), Prof. Dr. Inken Heldt (ZLF-Vorständin),  Gerhard Hopf (ZLF-Vorstand), Anneliese Fraser (ZLF-Geschäftsführung), Prof. Dr. Harald Kosch  (Ansprechpartner Handlungsfeld Bildungstechnologien, Vizepräsident), Peter Brendel  (Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Niederbayern), Ralf Reiner (Regierung von  Niederbayern), Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Präsident). Foto: Florian Stelzer

Von links: Barbara Tasch (künftige Kanzlerin), Matthias Fuchs (ZLF-Geschäftsführung), Prof. Dr. Jan H. Schumann (künftiger Präsident), Prof. Dr. Markus Pissarek (ZLF-Vorstand), Nina Ziegleder (ZLF-Vorständin, LASR), Prof. Dr. Andreas Eberth (ZLF-Vorstand), Prof. Dr. Inken Heldt (ZLF-Vorständin), Gerhard Hopf (ZLF-Vorstand), Anneliese Fraser (ZLF-Geschäftsführung), Prof. Dr. Harald Kosch (Ansprechpartner Handlungsfeld Bildungstechnologien, Vizepräsident), Peter Brendel (Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Niederbayern), Ralf Reiner (Regierung von Niederbayern), Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Präsident). Foto: Florian Stelzer

„Wir feiern, was wir bisher erreicht haben und was vor uns liegt“, leitete ZLF-Vorstand Prof. Dr. Andreas Eberth seine Worte vor rund 60 Gästen ein: Vertreterinnen und Vertreter der Regierung, der Schulämter, der bayerischen Lehrkräftebildungszentren, der Berufsakademie Passau, des Museums Quintana sowie Universitätspräsident Prof. Dr. Ulrich Bartosch, sein Nachfolger Prof. Dr. Jan H. Schumann, die künftige Universitätskanzlerin Barbara Tasch, der ehemalige Praktikumsamtsleiter Dr. Hans-Stefan Fuchs, Schulamtsdirektor Thomas Knab, Lehrkräfte aus Passau und Umgebung, Lehramtsstudierende und Dozierende waren ins DiLab gekommen, um sich über die neue Struktur des ZLF zu informieren. „Der eigentliche, entscheidende Fokus ist dabei der Mensch“, so Eberth. „Wir wollen Bildungsangebote so gestalten, dass die Lernenden im Mittelpunkt stehen – in der Lehrkräftebildung an der Universität genauso wie in der schulischen Bildung.“ Eines der Ziele sei es, zu einer ganzheitlichen Schulentwicklung beizutragen, nicht zuletzt im Zusammenhang mit BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung). „Dies kann gelingen durch die neue agile Zentrumsorganisation“, erklärte ZLF-Vorstand Prof. Dr. Markus Pissarek. „Gemeinsam mit Schulen, Behörden, Kommunen etc. möchte das ZLF zukunftsfähige Bildung gestalten.“

Stellt man sich die neue Struktur des Zentrums als Baum vor, bildet die Vernetzung und Kooperation mit externen Partnern das Wurzelgeflecht, zu dem auch die Universitätsleitung, Fakultäten und zentralen Universitäts-Einrichtungen in Form eines Beirats, das Lehramtsforum und die Lehramtsstudierendenrepräsentation (LASR) gehören. „Die LASR besteht aus Studierenden aller Fachschaften und Fakultäten“, erklärte Nina Ziegleder, studentisches Mitglied der Kollegialen Leitung Abteilung Kommunikation und Marketing des ZLF und LASR-Sprecherin. Das Gremium ermöglicht den Studierenden Mitbestimmung und Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen. Auf diesen Wurzeln aufbauend bildet das Geäst des Baumes die vier zentralen Handlungsfelder: Durch „Community Building und Schulkooperationen“ stärkt das ZLF die Vernetzung, den Austausch und den Transfer zwischen Hochschulen, Schulen und weiteren Bildungspartnern. Es koordiniert und unterstützt die Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung durch Beratung, Qualitätssicherung, „Studiengangskoordination und Lehrinnovation“ und „Drittmittelaktivitäten“ sowie „Bildungstechnologien und Innovationslabore“. Foren und Diskussionsgruppen schließlich bilden die Blätter des Baumes. „Blätter können abfallen und neu nachwachsen“, sagte ZLF-Vorständin Prof. Dr. Inken Heldt. „Um ein Forum zu gründen, braucht es mindestens zwei Personen. Seit Inkrafttreten des neuen Errichtungsbeschlusses am 1. Januar haben sich bereits fünf Foren zu verschiedenen Lehramtsthemen gebildet, wie zum Beispiel BNE oder Fachdidaktik.“ Alle Diskussionsgruppen sind offen zur Mitarbeit, weitere können gegründet werden – Informationen dazu gibt es bei der ZLF-Geschäftsführung.

Bevor es bei einem Sektempfang Gelegenheit zum Austausch im DiLab gab, dankte der ZLF-Vorstand der Geschäftsführung, Anneliese Fraser und Matthias Fuchs, für ihren entscheidenden Beitrag zum neuen Errichtungsbeschluss, sowie weiteren Kolleginnen und Kollegen, die zur Entwicklung der Lehrkräftebildung an der Universität Passau beigetragen haben. Seit dem ersten Jahrgang der Lehramtsstudiengänge in Passau 1980 ist die Zahl der Studierenden stetig gewachsen, heute ist das Lehramt mit rund 2.200 Studierenden der zweitgrößte Studiengang der Universität.

Prof. Dr. Jan H. Schumann als künftiger Präsident sagte bei der Auftaktveranstaltung dem ZLF seine Unterstützung für das Lehramt zu. Er hob besonders die Bereiche Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, den Umgang mit Heterogenität und Inklusion in Klassenzimmern sowie die Verknüpfung von Theorie und Praxis im Lehramtsstudium hervor. Präsident Bartosch sprach ebenfalls von der wichtigen Verbindung der drei Phasen (Studium, Referendariat, Fortbildung) sowie von der essenziellen Bedeutung von Lehrkräften als „Schlüsselfiguren“ für die künftige gesellschaftliche Entwicklung und dankte allen am neuen ZLF-Errichtungsbeschluss Beteiligten.

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