Bei einer feierlichen Veranstaltung in den Räumlichkeiten des INSA Lyon gaben Prof. Dr. Philippe Gréciano, Präsident der DFH, Prof. Dr. Frédéric Fotiadu, Direktor des INSA Lyon sowie Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann, Präsident der Universität Passau, den Startschuss für ihre neue deutsch-französische Professur „KI und Cybersecurity“. Jessica Engel, deutsche Generalkonsulin in Lyon, richtete begrüßende Worte an die Anwesenden.
„Die Eröffnung des ersten deutsch-französischen Lehrstuhls an der INSA Lyon in Kooperation mit der Universität Passau ist Frucht der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen“, so Jessica Engel. „Das Thema KI und Cybersecurity könnte nicht aktueller sein: Um unabhängiger zu werden und Lösungen zu finden, die europäischen Standards entsprechen, brauchen wir (europäische) Forschung, die von unternehmerischen Aktivitätenmunterstützt wird. Diese Aktivitäten kommen angesichts des großen Bedarfs zum richtigen Zeitpunkt. Bravo und gutes Gelingen“, erklärte die Generalkonsulin. Wie wichtig die Verzahnung von Forschung und Industrie ist, zeigte zudem die Anwesenheit von Dr. Alexander Krebs, Vertreter von Atos Germany. Die langjährige Partnerschaft mit Atos Deutschland und Atos Frankreich wird weiter vertieft.
Als Auftakt stellten Prof. Dr. Harald Kosch, Vizepräsident für Akademische Infrastruktur und IT der Universität Passau sowie Inhaber des Lehrstuhls für Informatik mit Schwerpunkt Verteilte Informationssysteme, und Prof. Dr. Lionel Brunie, Leiter des Abteilung Informatik an der INSA Lyon, die neu geschaffene Professur vor. Diese beschäftigt sich auch mit den sozialen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von KI und Cybersicherheit. Relevante Themen hierbei werden die politische Tragweite, wie etwa digitale Souveränität, sowie ihre gesellschaftlichen Facetten – z. B. vertrauenswürdige KI und Schutz der Privatsphäre – sein.
„Die Exzellenz-Professur in KI ist weltweit einzigartig. Sie bekräftigt die digitale Souveränität Europas“ erklärte DFH-Präsident Gréciano und hob die grenzüberschreitende Bedeutung des Formats hervor: „Durch unsere Initiative bildet die DFH neue Kooperationen aus: auf europäischer Ebene, dank dem Forschungszentrum IRIXYS, und auf internationaler Ebene, insbesondere mit Japan, wo wir mit der Universität Tōhoku, dem German Center for Research and Innovation (DWIH) Tokyo und der Französischen Botschaft in Tokyo mehrere Programme im Bereich KI und Cybersicherheit entwickeln. Im Kontext von Choose France 2026, Horizon Europe 2026 und VivaTech 2026 ist die deutsch-französische Partnerschaft das Gewinnertandem für die Zukunft Europas“.
„Mit der Einrichtung der deutsch-französischen Professur für Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit an der INSA Lyon in Kooperation mit der Universität Passau setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft der europäischen Forschungszusammenarbeit“ unterstrich Präsident Jan Hendrik Schumann. „Mein besonderer Dank gilt der DFH für ihre Förderung sowie der INSA Lyon für ihre substanzielle Investition, die diese Initiative erst ermöglicht haben. Gerade in Zeiten globaler Herausforderungen zeigt dieses Projekt für mich eindrücklich, wie aus langjähriger Zusammenarbeit tragfähige und zukunftsweisende Partnerschaften entstehen“.
Frédéric Fotiadu, Direktor des INSA Lyon, ergänzte: „Themen wie digitale Souveränität, vertrauenswürdige KI, Datenschutz, Ethik, Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Technologien erfordern interdisziplinäre und interkulturelle Ansätze. Dieser Lehrstuhl wird eine einzigartige Plattform für einen solchen Dialog bieten“.
Als langjährige Partner der Deutsch-Französischen Hochschule pflegen die INSA Lyon und die Universität Passau seit 2008 eine enge Zusammenarbeit im Bereich der international ausgerichteten Doktorandenausbildung.
Weitere Informationen zu dem Pilotprojekt „Deutsch-Französische Professuren“ finden Sie auf der Website der DFH. Informationen zur deutsch-französischen Professur „KI und Cybersecurity“ finden Sie auf www.irixys.org.