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KI und Gesellschaft im Dialog: Vortragsreihe „Next Society“ der Universität Passau war erfolgreich

Von Oktober 2025 bis Februar 2026 fand an der Universität Passau die interdisziplinäre Vortragsreihe „Next Society: Wie Digitalisierung unser Miteinander formt“ statt. Organisiert wurde sie von einer Arbeitsgruppe der Fellows des Passau Young Research Excellence Centre (PYREC) bestehend aus Annika Kroos, Bernhard Kronegger, Christina Haupt, Hanna Roider und Lothar Pietrek, in Kooperation mit „Uni Live – Campus trifft Stadt“, einer universitären Plattform für Wissenschaftskommunikation. Mit dem Exzellenzprogramm fördert die Universität Passau seit 2024 herausragende Promovierende sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden

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Die AG PYREC von links nach rechts: Christina Haupt, Lothar Pietrek, Annika Kroos, Dr.  Bernhard Kronegger, Hanna Roider, Bildrechte: Lisa Woldrich.

Die AG PYREC von links nach rechts: Christina Haupt, Lothar Pietrek, Annika Kroos, Dr. Bernhard Kronegger, Hanna Roider, Bildrechte: Lisa Woldrich.

Ziel der Reihe war es, Studierende, Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit miteinander ins Gespräch zu bringen und zentrale gesellschaftliche Herausforderungen der Digitalisierung zu diskutieren. Die Veranstaltungen fanden in Präsenz sowie teilweise hybrid statt und stießen auf große Resonanz: Die Vorträge waren durchgehend gut besucht, die anschließenden Diskussionen lebhaft und fachübergreifend.

Thematisch wurden dabei vielfältige Perspektiven der Digitalisierung beleuchtet: Den Auftakt bildete Prof. Dr. Brian Valerius mit seiner rechtswissenschaftlichen Analyse von Fake News und Deep Fakes. Er zeigte auf, inwieweit das deutsche Strafrecht diese beiden Phänomene bereits erfasst, und hinterfragte kritisch, wie zukünftige Reformen bestehende Strafbarkeitslücken schließen würden. Einen kritisch-ökonomischen Blick brachte Prof. Dr. Daniel Veit ein mit seinem Vortrag über Nachhaltigkeit und Digitalisierung: er stellte den Fortschrittsglauben rund um KI in Frage und argumentierte, ob digitale Technologien gleichzeitig Teil der Lösung und Teil des Problems gesellschaftlicher Entwicklungen sein können. Mit der visuellen Kultur Künstlicher Intelligenz beschäftigte sich Prof. Dr. Margarete Pratschke. Sie verdeutlichte, dass KI-generierte Bilder häufig auf oberflächlichen Mustern beruhen und Kontextwissen fehlt. Ein Aspekt, der besonders für Medienkompetenz und kritische Bildinterpretation relevant ist.

Digitalisierungsentwicklungen aus medizinischer Perspektive beleuchtete Prof. Dr. Ulrich M. Gassner. Er diskutierte rechtliche Rahmenbedingungen für KI in der Gesundheitsversorgung und zeigte Spannungsfelder zwischen Innovation, Sicherheit und ethischer Verantwortung auf. Abschließend Abteilung Kommunikation und Marketing widmete sich Dr. Niels Brüggen vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis der Digitalisierung in der Bildung. Sein Vortrag machte deutlich, dass Medienkompetenz zu einer zentralen Aufgabe im Aufwachsen von Kindern geworden ist und Bildungseinrichtungen neue Wege im Umgang mit digitalen Medien finden müssen.

Die Diskussionsreihe zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich Fachdisziplinen das Zukunftsthema Digitalisierung bewerten - von Recht und Wirtschaft über Medizin bis Medienpädagogik. Gerade diese Vielfalt an Perspektiven wurde von Teilnehmenden besonders geschätzt. Die Organisierenden ziehen daher ein positives Fazit: „Next Society“ habe nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem einen offenen Austausch ermöglicht und ein vielschichtiges und ganzheitliches Nachdenken über Technologie angeregt und soll nach Möglichkeit fortgesetzt werden. Die nächste Gelegenheit zum Austausch über Zukunftshemen bietet die kommende Jahrestagung der PYREC-Nachwuchswissenschaftler, die am 24. April 2026 zum Thema „Zusammenleben im Wandel“ von 10-17 Uhr im ITZ 017 stattfindet und zu der Interessierte herzlich eingeladen sind.

Weitere Informationen hierzu unter: www.uni-passau.de/pyrec/fellows/jahresthema-fellows-2025-27

Kontakt

Referat für Medienarbeit

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Nicola Jacobi und Tanja Daller
Tel.: +49 851 509-1434, -1450
kommunikation@uni-passau.de

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