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Passau-Budweis-Linz: Austausch zur Zukunft theologischer Bildung

Die synodale Zukunft theologischer Bildung war Thema des Jahrestreffens der Partnerfakultäten aus Passau, Budweis und Linz (PaBuLi). Die Katholische Privat-Universität Linz hat am 9. Juni zu einem fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen in Theologie, kirchlicher Ausbildung und Hochschulstrukturen eingeladen.

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(v.l.): Mag. Brigitte Gruber-Aichberger PMM (Pastoralrat Diözese Linz), Mgr. Karel Simr, Ph.D. (Südböhmische Universität in Budweis), Prof. Dr. Bernhard Bleyer (Universität Passau), Ass.-Prof. Dr. Lucie Kolarova (Südböhmische Universität in Budweis), Univ.-Prof. Dr. Klara Csiszar (Vizerektorin und Dekanin der Theologischen Fakultät der KU Linz).Foto: KU Linz

(v.l.): Mag. Brigitte Gruber-Aichberger PMM (Pastoralrat Diözese Linz), Mgr. Karel Simr, Ph.D. (Südböhmische Universität in Budweis), Prof. Dr. Bernhard Bleyer (Universität Passau), Ass.-Prof. Dr. Lucie Kolarova (Südböhmische Universität in Budweis), Univ.-Prof. Dr. Klara Csiszar (Vizerektorin und Dekanin der Theologischen Fakultät der KU Linz).Foto: KU Linz

Die synodale Zukunft theologischer Bildung war Thema des Jahrestreffens der Partnerfakultäten aus Passau, Budweis und Linz (PaBuLi). Die Katholische Privat-Universität Linz hat am 9. Juni zu einem fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen in Theologie, kirchlicher Ausbildung und Hochschulstrukturen eingeladen.

Seit Jahrzehnten treffen sich die drei Institutionen einmal jährlich abwechselnd an den jeweiligen Standorten, um ihre Erfahrungen, Herausforderungen und strategischen Perspektiven zu teilen. Nach der Emeritierung von Franz Gruber hat Klara Csiszar die Vertretung der KU Linz in dieser trilateralen Arbeitsgruppe übernommen. Von Seiten der Universität Passau nahmen Bernhard Bleyer, von der Südböhmischen Universität in Budweis Lucie Kolářová und Karel Šimr teil. Nach dem letztjährigen Treffen in Budweis war in diesem Jahr wieder Linz Gastgeber, im kommenden Jahr wird Passau einladen.

Die Gespräche machten deutlich, dass sich die theologischen Fakultäten im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus in einem tiefgreifenden Wandel befinden. Rückläufige Zahlen in klassischen Ausbildungswegen stehen einer wachsenden Diversifizierung der Studierendenprofile gegenüber. Ein erheblicher Teil der Studierenden verfolgt heute keine kirchliche Berufslaufbahn im engeren Sinn, sondern studiert Theologie aus persönlichem Interesse oder zur Ergänzung bestehender beruflicher Qualifikationen. Zugleich wurde deutlich, dass die bisherigen engen Verbindungen zwischen theologischen Studien und pastoralen Berufsfeldern brüchiger werden und die Standorte nicht mehr selbstverständlich als "Zulieferbetriebe" für den kirchlichen Arbeitsmarkt fungieren.

Ein Schwerpunkt des Austauschs lag auf innovativen Studienformaten. Insbesondere berufsbegleitende und digital gestützte Programme gewinnen an Bedeutung und eröffnen neue Zielgruppen, darunter Personen in Zweit- oder Drittkarrieren, Mitarbeitende aus sozialen und medizinischen Berufen sowie Menschen mit biografischen Bezügen zur Kirche. Erfahrungen aus Passau und Budweis zeigen, dass flexible Lehrformate mit Online- und Präsenzphasen die Studierbarkeit deutlich erhöhen, zugleich aber neue didaktische und organisatorische Herausforderungen mit sich bringen. Die Frage nach geeigneten Prüfungsformen, nach der Qualitätssicherung digitaler Lehre und nach der Rolle von Präsenzräumen bleibt dabei zentral.

Darüber hinaus wurde über institutionelle Rahmenbedingungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit diskutiert. Die langjährige Partnerschaft mit Passau und Budweis erweist sich dabei als wichtiger Resonanzraum für gemeinsame Projekte im europäischen Kontext. Den Abschluss bildete ein Beitrag aus der Diözese Linz, der die Bedeutung synodaler Prozesse für die zukünftige Entwicklung von Kirche und Ausbildung unterstrich.

Meldung der KU Linz: https://ku-linz.at/universitaet/aktuelles/detail/passau-budweis-linz-austausch-zur-synodalen-zukunft-theologischer-bildung

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