Mit dem offenen Brief an die Universitätsleitung äußern Vertreterinnen und Vertreter der Studierendenschaft – die Studentische Vollversammlung, das Studierendenparlament und der AStA/Sprecher:innen-Rat der Universität Passau – ihre Besorgnis über die gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen und mögliche, damit einhergehende Herausforderungen für die Universität. So heißt es in dem Brief: „Mit diesem Brief möchten wir als Studierendenschaft auf einen zunehmenden Einfluss rechtsextremer Positionen auf die politische Landschaft aufmerksam machen und uns mit unserer demokratischen Stimme dagegen aussprechen.“
Von der Universitätsleitung fordern die Studierenden eine klare Positionierung gegen Rechtsextremismus, dass sich die Universität allen Formen der Menschenfeindlichkeit entgegenstelle sowie die Sicherung der Universität als freien Ort der Lehre.
In seinem Antwortschreiben dankt Präsident Jan Hendrik Schumann den Studierenden für den offenen Brief und die darin formulierten Sorgen und Erwartungen. Er betont: „Als Universität stehen wir für Demokratie, Pluralität, Menschenwürde und Wissenschaftsfreiheit. Diese Werte prägen unser Selbstverständnis und unser tägliches Handeln.“ Die Universität sehe ihre Aufgabe darin, einen Raum für offene, respektvolle und sachlich fundierte Debatten zu schaffen, in dem unterschiedliche Positionen gehört und diskutiert werden können. Um dieser wichtigen Aufgabe gerecht zu werden, wahre die Universität ihre Unabhängigkeit von parteipolitischen Positionen, stelle sich jedoch sämtlichen Bestrebungen entgegen, die die Grundwerte einer offenen demokratischen Gesellschaft infrage stellen oder Grundrechte auszuhöhlen versuchen. „Die Universitätsleitung tritt für eine offene, demokratische und plurale Gesellschaft ein – nicht punktuell und anlassbezogen, sondern aus tiefer Überzeugung und in Wahrung ihres akademischen und gesellschaftlichen Auftrags“, so Schumann.