Die gemeinsame Tagung Mitte Mai an der Universität Passau bot Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern des Fachbereichs Theologische Ethik die Möglichkeit, eigene Forschungsprojekte einer internationalen Zuhörerschaft vorzustellen. Dabei spannten die Vorträge einen weiten thematischen Bogen: von Fragen moralischer Verantwortung und der Rezeption von Gaudium et Spes sowie Amoris Laetitia im ghanaischen Kontext über die Deutung der Bibel als Quelle theologischer Ethik bis hin zu sozialethischen Fragestellungen von Sorge, Anerkennung und Resonanz. Weitere Beiträge widmeten sich einem katholischen Verständnis von Ethik in pluralistischen Gesellschaften, der Verbindung von ökologischer und anthropologischer Ganzheitlichkeit sowie dem Konzept eines „Spiritual Capital“ als Grundlage moralischer Entwicklung von Gesellschaften.
Der internationale Charakter der Veranstaltung zeigte sich unter anderem an den Herkunftsländern der Teilnehmenden: Indien, Burundi, Nigeria, Ghana, Elfenbeinküste, Frankreich, Malta, Italien, Österreich und Deutschland. Organisiert wurde die Tagung von den Professoren René Micallef SJ (Rom), Stefan Hofmann SJ und Wilhelm Guggenberger (Innsbruck) sowie Bernhard Bleyer (Passau). Im Jahr 2027 wird die Universität Innsbruck Gastgeberin des „Joint Seminar on Theological Ethics“ sein.
„Unsere Arbeit in der Theologischen Ethik an der Universität Passau wird durch die Internationalität der Perspektiven in Kombination mit den fachwissenschaftlichen Diskursansätzen sehr bereichert. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!“, so das Resümee von Prof. Dr. Bernhard Bleyer.