An Bayerns Hochschulen startet eine Sanierungsoffensive. „Über 120 Maßnahmen werden quer durch den Freistaat in Angriff genommen“, gab Wissenschaftsminister Markus Blume bekannt. Die Universität Passau erhält im Rahmen der Hochschulbau-Offensive insgesamt 5,6 Millionen Euro für Sanierungs- und Brandschutzmaßnahmen auf ihrem Campus. Die Investitionen fließen in das Philosophicum, das Juridicum sowie in das Hauptgebäude der Wirtschaftswissenschaften.
Die anstehenden Baumaßnahmen erfolgen auf einem Campus, der seit Jahrzehnten als einer der schönsten Hochschulstandorte Deutschlands gilt. Seit Eröffnung der Universität im Jahr 1978 ist auf dem Gelände eines ehemaligen Stadtquartiers mit Wohnhäusern, Gewerbebetrieben und öffentlichen Einrichtungen schrittweise ein Campus mit heute 16 Universitätsgebäuden entstanden. Der Campus erstreckt sich auf rund einem Kilometer Länge entlang des Inns und verbindet moderne Architektur, großzügige Grünflächen, Biotope sowie Kunst im öffentlichen Raum zu einem besonderen Hochschulensemble. Bereits bei der Gründung der Universität wurde der Campus mit einem besonderen städtebaulichen und architektonischen Anspruch sowie ressourcenschonenden und energieeffizienten Konzepten geplant. Damit war er seiner Zeit in vielerlei Hinsicht voraus und legte den Grundstein für die nachhaltige Entwicklung des heutigen Hochschulstandorts.
Wie an vielen Universitäten in Deutschland, die in der Ausbauphase der 1970er- und 1980er-Jahre gegründet wurden, steht heute aber auch die Universität Passau vor der Aufgabe, ihre Gebäude an die Anforderungen der Zukunft anzupassen. Nach mehreren Jahrzehnten intensiver Nutzung sind Investitionen in Brandschutz und technische Infrastruktur notwendig, um den Campus als attraktiven Studien-, Arbeits- und Forschungsort zukunftsfähig zu gestalten. „Der Campus prägt unser Profil und Selbstverständnis als eine Universität, die besonderen Wert legt auf persönliche Begegnungen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und sehr gute Studienverhältnisse. Deshalb freuen wir uns über die Unterstützung des Freistaats Bayern. Die Förderung hilft uns, notwendige Sanierungen mit unseren langfristigen Entwicklungszielen zu verbinden,“ erläutert Barbara Tasch, Kanzlerin der Universität.
Die aktuellen Investitionen sind dabei zugleich ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Passauer Campus auch in Zukunft als Modellcampus weiterzuentwickeln. Aufbauend auf seiner besonderen Lage und Qualität soll der Campus künftig daher zu einem nachhaltigen, digital vernetzten Experimentier- und Begegnungsraum werden. Geplant sind Räume für innovative Lehr- und Lernformate, interdisziplinäre Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung ebenso wie eine noch stärkere Öffnung des Campus für die Stadtgesellschaft. Mit der Integration des Medizincampus Niederbayern sowie dem geplanten Internationalen Wissenschaftszentrum soll in den nächsten Jahren schrittweise ein zukunftsweisender Hochschulstandort entstehen, der Wissenschaft, Öffentlichkeit und Kultur zusammenführt und den Campus als sichtbaren Ort für Innovation und gesellschaftlichen Dialog stärkt.
Insgesamt beinhaltet die Hochschulbau-Offensive 120 Maßnahmen an bayerischen Hochschulen, sie besteht aus einem Sanierungs- sowie einem Schnellbauprogramm und wird sowohl aus dem bayerischen Anteil am Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz als auch aus dem Schnellbauprogramm des Bundes gespeist.
Mehr Informationen dazu unter https://www.stmwk.bayern.de/pressemitteilung/13023/nr-51-vom-10-07-2026.html.