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Universität und Region gemeinsam weiterdenken: Austausch beim 3. BBA-Hochschulpräsidentengespräch in Vornbach

Welche Rolle spielt die Universität Passau für die Zukunft der Region? Wie können Wissenschaft, Kommunen und Wirtschaft noch enger zusammenarbeiten, um aktuelle Herausforderungen gemeinsam zu gestalten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des 3. BBA-Hochschul­präsidenten­gesprächs der Best Business Association (BBA) im historischen Schloss Vornbach.

| Lesedauer: 3 Min.

3. BBA-Hochschulpräsidentengespräch der Best Business Association (BBA) im historischen Schloss Vornbach; Foto: Universität Passau

3. BBA-Hochschulpräsidentengespräch der Best Business Association (BBA) im historischen Schloss Vornbach; Foto: Universität Passau

Universitätspräsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann diskutierte mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus der Region sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft über aktuelle Entwicklungen an der Universität, neue Studienangebote und die vielfältigen Möglichkeiten einer intensiven regionalen Zusammenarbeit.

Ein zentrales Thema des Round Tables war die Bedeutung der Universität Passau für die Entwicklung der Region. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister betonten übereinstimmend, dass die Gründung der Universität vor knapp 50 Jahren ein entscheidender Meilenstein für Passau und das Umland gewesen sei. Gerade aufgrund ihrer Grenzlage galt die Region Passau lange als Randlage. Mit der Universität entstand jedoch eine wichtige Ankerinstitution für die Region, die entscheidende Impulse auch für die wirtschaftliche Entwicklung setzte. Die Universität habe maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Unternehmen in der Region ansiedelten, qualifizierte Fachkräfte gewonnen wurden und sich Passau zu einem attraktiven Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickeln konnte.

Präsident Jan Schumann unterstrich die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs mit den Kommunen und den Unternehmen. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Internationalisierung der Universität heute stärker denn je im Fokus stehe. Internationale Studierende und Forschende bereicherten die Universität und die Region gleichermaßen. Um dem Fachkräftemangel nachhaltig zu begegnen, sei es wichtig, diese Talente auch langfristig für den regionalen Arbeitsmarkt zu gewinnen und ihnen Perspektiven in der Region zu eröffnen. Viele internationale Studierende hätten großes Interesse daran, nach ihrem Studium in Deutschland und in der Region zu bleiben.

Intensiv diskutiert wurde außerdem, wie die Universität ihre wissenschaftliche Expertise künftig noch stärker in die Region einbringen kann. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Schwerpunktthema „Vernetzte Gesundheit“, das an der Universität mit dem Aufbau des Medizincampus Niederbayern weiter an Bedeutung gewinnt. Gesundheitsversorgung gilt heute als eines der Schlüsselthemen regionaler Entwicklung. Ziel müsse es sein, so die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Versorgung vor Ort langfristig zu sichern, Prävention stärker in den Fokus zu rücken und den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Gemeinsam mit Kommunen und Landkreisen kann die Universität dazu beitragen, passgenaue Lösungen für die Region zu entwickeln.

Auch das Thema Innovation spielte im Gespräch eine wichtige Rolle. Die Universität Passau verfügt bereits heute über eine starke Gründungsförderung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass künftig auch die Unternehmensnachfolge stärker in den Blick genommen werden muss. Gerade für den Mittelstand in der Region ist die Sicherung bestehender Unternehmen eine zentrale Zukunftsaufgabe. Hier bietet die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen großes Potenzial.

Weitere Themen des Austauschs waren die Schaffung von Wohnraum für Studierende auch in umliegenden Gemeinden, die Stärkung des Wissenstransfers in einer ländlich strukturierten Region sowie Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Tourismus und Sportwissenschaft. So verfügt die Region etwa über herausragende Sportstätten für den Wintersport.

Ein herzlicher Dank gilt Rudi Fellner, Präsident der Best Business Association (BBA), für die Einladung und die Organisation dieses gelungenen Netzwerktreffens. Formate wie das BBA-Hochschulpräsidentengespräch schaffen wichtige Gelegenheiten, um Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen grenzüberschreitend ins Gespräch zu bringen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft der Region zu entwickeln.

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