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Vom KI-Agenten bis hin zu Nachhaltigkeit durch Digitalisierung: Neue Impulse für Unternehmen am Digital Tag

Mitte Mai fand der diesjährige Digital Tag mit konkreten Anwendungsszenarien, aktuellen Ideen aus der Forschung und praxisnahen Impulsen aus der Wirtschaft an der TH Deggendorf statt. Gerade bei neuen Technologien und Methoden ist der Austausch untereinander besonders wichtig. Daher ermöglichte der Digital Tag, an dem die Universität Passau durch das Netzwerk INDIGO maßgeblich beteiligt ist, auch in diesem Jahr wieder ausgiebiges Netzwerken für die über 110 Teilnehmenden.

| Lesedauer: 4 Min.

Neueste Technologien und frische Impulse für die unternehmerische Praxis lieferte der Digital Tag 2026 in Deggendorf; Bildrechte: Netzwerk INDIGO / Michael Hümpfner

Neueste Technologien und frische Impulse für die unternehmerische Praxis lieferte der Digital Tag 2026 in Deggendorf; Bildrechte: Netzwerk INDIGO / Michael Hümpfner

Bereits 2019 schlossen sich verschiedene Initiativen zusammen, um eine zentrale Plattform für Digitalisierungsfragen in Niederbayern, den Digital Tag, zu schaffen. An diesen Erfolg knüpft das Veranstalterteam, bestehend aus dem Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) der Hochschule Landshut, dem Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern (GZDN) und dem Netzwerk INDIGO an. Mit seinen zahlreichen Kompetenzen und Schwerpunkten bot es den Teilnehmenden ein praxisnahes Programm. Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an kleine bis mittlere Unternehmen (KMU) aus Handwerk, Industrie und Handel sowie Forschende der ostbayerischen Hochschulen. Die Teilnehmenden bekamen einen Zugang zu Ansätzen und Strategien der Digitalisierung, Austauschmöglichkeiten mit Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Beispiele für die Digitalisierung im eigenen Unternehmen.

Der Themenschwerpunkt lag in diesem Jahr insbesondere auf künstlicher Intelligenz: Neben KI-Agenten und der Weiterentwicklung von Unternehmensführung im KI-Zeitalter erhielten die Teilnehmenden auch Einblicke in die Bereiche Digitalisierung & Nachhaltigkeit sowie Wissensmanagement mit KI. In vier parallelen Panels mit anschließenden Workshops am Vor- und Nachmittag konnten sich die Teilnehmenden in ihrem favorisierten Themengebiet informieren und mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch kommen.

Großer Beliebtheit erfreute sich das Thema „KI-Agenten“, wobei im Vortrag zunächst die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten aber auch Grenzen von KI-Agenten erläutert wurden. Im Workshop wurde dann praxisnah beleuchtet, welche KI-Lösungen in welchem Unternehmenskontext tatsächlich sinnvoll sind. Zum Thema Führung und KI konnten die Teilnehmenden in Panel und Workshop Impulse mitnehmen, wie zum einen die Führung von einem Unternehmen bereits heute von KI beeinflusst wird, zum anderen aber Führung im KI-Zeitalter geschickt entwickelt werden kann. Das Panel zu „Digitalisierung & Nachhaltigkeit“ beschäftigte sich mit digitalen Produktpässen und der Frage, inwiefern diese tatsächlich einen Hebel für nachhaltige Wertschöpfung oder vor allem regulatorische Projekte mit hohem Umsetzungsaufwand darstellen. Im darauffolgenden Workshop wurde ein digitaler, auditierbarer Workflow zur ESG-Nachweisführung im Unternehmenskontext vorgestellt Wie strukturierte Daten aus Videos generiert werden und so die Grundlage für KI-Assistenten im Arbeitsalltag bilden können, wurde im Panel zu Wissensmanagement mit KI behandelt. Sarah Stemmler, Mitgründerin der synsugar GmbH, zeigte als Referentin des anschließenden Workshops anschaulich, wie KI eingesetzt werden kann, um den Verwaltungsaufwand in KMUs zu reduzieren.

Eine Keynote zum Einsatz von KI in Unternehmen mit dem Titel „Zwischen Prompt und Purpose“ rundete das Rahmenprogramm ab. Dabei wurde vor allem erläutert, wie Organisationen den Einsatz von KI so gestalten können, dass Menschen im Zentrum bleiben. Der Fokus lag dabei auf Ansätzen wie „Human in the Loop“, klaren Entscheidungsarchitekturen und „Führung als Sinngebung“, um innerhalb eines Unternehmens eine wirksame, verantwortungsvolle Transformation im KI-Zeitalter erreichen zu können.

„Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme und große Bereitschaft zur Innovation. Vor allem der angeregte Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und dass alle Teilnehmenden praxisnahe Impulse für Unternehmen mitnehmen können, macht den Digital Tag so besonders und wertvoll“, so Mara Schneider (INN.KUBATOR Passau) im Namen des Organisationsteams.

Weitere Informationen zum Digital Tag: www.digital-tag.org

Über das TZ PULS:

An der Außenstelle der Hochschule Landshut arbeiten, lehren und forschen vier Professoren gemeinsam mit ihren Mitarbeitern. Herzstück des TZ PULS ist eine 900 m² große Lern- und Musterfabrik. In begleiteten Führungen können innovative Technologien (Industrie 4.0) und intelligente Produktions- und Logistiksysteme in einer vollständig integrierten Fabrik im Einsatz von Unternehmen gesehen werden. Weiterhin wird ein Einblick in das Thema Lean Production / Lean Logistics gegeben und demonstriert, wie effiziente Prozesse geplant und umgesetzt werden.

Über GZDN:

Das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern (GZDN) ist ein Verbundkonzept der drei niederbayerischen Hochschulstandorte Passau (INN.KUBATOR), Landshut (LINK) und Deggendorf (ITC1). Gemeinsam entsteht an den drei Standorten eine hochwertige Infrastruktur für Existenzgründer im Bereich Digitalisierung sowie ein tragfähiges Netzwerk mit Strahlkraft auf ganz Niederbayern für Gründer und etablierte Unternehmen. Das GZDN ermöglicht, die bestehenden, komplementären Ausrichtungen im Bereich Digitalisierung und Unternehmertum zusammenzuführen, individuelle Initiativen zu verzahnen, den Gründergeist zu bündeln und sich schlagkräftig aufzustellen, um international führende Unternehmen im Bereich digitale Technologien hervorzubringen.

Über das Netzwerk INDIGO:

Im Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern (INDIGO) bündeln die sechs ostbayerischen Hochschulen - OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf, Hochschule Landshut, Universität Passau, Universität Regensburg und OTH Regensburg - ihre wissenschaftliche Expertise im Handlungsfeld Internet und Digitalisierung. Vornehmliches Ziel des Netzwerks ist die dauerhafte Stärkung der Region Ostbayern als exzellenter Wissenschaftsstandort aber auch als Ort von leistungsstarken und erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen. Hierbei fördert das Netzwerk insbesondere die fachübergreifende Kooperation auf dem Gebiet der angewandten Forschung und Grundlagenforschung zwischen den beteiligten Hochschulen.

Kontakt

Referat für Medienarbeit

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Nicola Jacobi und Tanja Daller
Tel.: +49 851 509-1434, -1450
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