Antiziganismus (Begriff für die spezielle Form des Rassismus, der sich gegen Sinti und Roma wendet) ist bis heute an Schulen präsent und strukturell im Bildungssystem verankert. So ereignet sich nach Angaben der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) ein Großteil der im Bildungskontext gemeldeten Fälle an Schulen.
Um die Urteils- und Handlungskompetenz angehender und praktizierender Lehrkräfte zu erhöhen und sie für das Thema zu sensibilisieren, fand am 25. März an der Universität Passau ein von Michelle Berger und Thomas Höhne (Landesverband Deutscher Sinti und Roma Bayern) geleiteter Workshop statt. Wichtiger Bestandteil des Bildungsformats war die Vermittlung von grundlegendem Wissen zur Geschichte, aber auch zur Diversität gegenwärtiger Lebenswelten von Sinti und Roma – jenseits von Ethnisierung und Kulturalisierung.
Der Workshop wurde in Kooperation zwischen dem Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik, der Stabsstelle für Diversity und Gleichstellung, dem Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Diversitätsforschung und der Professur für Romanische Literaturwissenschaft organisiert und im Rahmen der gemeinsam mit dem Verein „Ceija Stojka International Association“ geplanten Veranstaltungsreihe zu Kunst, Literatur und Film von Roma und Sinti angebot.