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Resiliente Demokratien

Krisen, Verschwörungsmythen und Autokratien setzen Demokratien unter Druck. Unsere Forschenden untersuchen die Dynamiken, um zu erkennen, wie sich deren Resilienz stärken lässt.

Krisen, Verschwörungsmythen und Autokratien setzen Demokratien unter Druck. Unsere Forschenden untersuchen die Dynamiken, um zu erkennen, wie sich deren Resilienz stärken lässt.

Resiliente Demokratien stehen auf mehreren Säulen wie starken Institutionen, eine aktive, kritische, solidarische Bürgerschaft sowie die Fähigkeit zu kollektivem Handeln. Im Gegensatz zum traditionellen Konzept der wehrhaften Demokratie, das eher die Autoimmunität der Demokratie und notfalls die Abwehr ihrer Feinde mithilfe von nicht mehr unstrittig demokratischen Methoden erfasst, setzt demokratische Resilienz auf die Selbstwirksamkeit, Selbstkorrektur und Weiterentwicklung der Volksherrschaft.

Zentrale Merkmale resilienter Demokratien sind:

  • Widerstandskraft und Robustheit in Krisensituationen
  • Anpassungsfähigkeit und Flexibilität gegenüber technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen
  • ständige Verbesserung, Transformation und Erneuerung demokratischer Strukturen

Projekte

Forschungsprofil

Die Projekte im Profilfeld „Resiliente Demokratien“ untersuchen Bedrohungen und Gefahren für demokratische Systeme wie Desinformation, extremistische Ideologien, affektive Polarisierung und Antisemitismus. Sie liefern einen Beitrag zur Analyse von Krisensymptomen, Fehlentwicklungen und Reformbedarf in Demokratien in und außerhalb Europas und reflektieren den geopolitischen Druck, der durch die globale Tendenz zur Autokratisierung entsteht.

In fakultätsübergreifenden und interdisziplinären Verbundprojekten werden Risiken und Potenziale von digitalen Informations- und Kommunikationstechniken, künstlicher Intelligenz und/oder Verschwörungsmythen ausgelotet. Die beteiligten Forschenden wollen überdies ein vertieftes Verständnis dafür fördern, dass demokratische Resilienz neben digitaler Medienkompetenz vor allem auch folgende Fähigkeiten erfordert: das Aushalten von Widersprüchen (Double Binds) sowie den Umgang mit Unsicherheit und Mehrdeutigkeiten (Ambiguitätstoleranz).

Einblicke in die Themen

Beteiligte Forschende

Prof. Dr. Michael Granitzer

Prof. Dr. Michael Granitzer

forscht zu Data Science

Wie lassen sich Bedeutungszusammenhänge in einer Flut von digitalen Medien finden?

Prof. Dr. Michael Granitzer ist Inhaber des Lehrstuhls für Data Science. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Nutzung maschineller Lerntechniken und intelligenter Mensch-Maschine Schnittstellen.

Prof. Dr. Oliver Hidalgo

Prof. Dr. Oliver Hidalgo

forscht zu Demokratietheorie und Strukturdefekten der Demokratie

Was sind die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Demokratie?

Prof. Dr. Oliver Hidalgo ist Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Politische Theorie an der Universität Passau. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Demokratietheorie, der Politischen Ideengeschichte sowie im Verhältnis von Politik und Religion. Er ist Sprecher des AK „Politik und Religion“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft und u.a. in der ECPR-Standing Group Democratic Innovations sowie im AK „Demokratieforschung“ (DVPW) aktiv.

Prof. Dr. Ralf Hohlfeld

Prof. Dr. Ralf Hohlfeld

forscht zu redaktioneller Konvergenz und Desinformation im Internet

Welche Herausforderungen für die Herstellung von Öffentlichkeit entstehen durch die Digitalisierung?

X | Bluesky |

Prof. Dr. Ralf Hohlfeld ist seit September 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft an der Universität Passau. Er hat den Bachelorstudiengang „Journalistik und Strategische Kommunikation“ gegründet und von 2017 bis 2021 geleitet. Zudem ist er Sprecher der Kollegialen Leitung des Passau Centre for Digitalisation in Society (CeDiS). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der empirischen Journalismusforschung, des Medienwandels und der Desinformation in der digitalen Gesellschaft.

Prof. Dr. Thomas Knieper

Prof. Dr. Thomas Knieper

forscht zu digitaler Kommunikation

Welche Strategien liegen hinter Phänomenen der digitalen Kommunikation?

X | Bluesky |

Prof. Dr. Thomas Knieper hat seit 2010 den Lehrstuhl für Digitale und Strategische Kommunikation an der Universität Passau inne. Er ist Vorsitzender des JFF – Jugend Film Fernsehen e.V. in München. Vor seiner Zeit in Passau war er unter anderem W3-Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaften an der TU Braunschweig, Direktor der Göttinger IWF Wissen und Medien gGmbH sowie Oberassistent am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der LMU München. In seiner Forschung befasst er sich mit dem Medienwandel und insbesondere mit Online-Kommunikation.

Prof. Dr. Jessica Kreutz

Prof. Dr. Jessica Kreutz

forscht zu digitaler Medienbildung im (außer-)schulischen Bereich

Welche gesellschaftliche Bedeutung hat die (digitale) Verhandlung von Geschichte für unsere Gegenwart und Zukunft?

Prof. Dr. Jessica Kreutz ist seit Juli 2025 Inhaberin der Professur für Historische Bildung und Public History sowie Studiendekanin an der Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Fakultät. Als promovierte Geschichtswissenschaftlerin und habilitierte Geschichtsdidaktikerin nebst schulischen Berufserfahrungen arbeitet sie verstärkt an diesen interdisziplinären Schnittstellen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichtslehrkräftebildung sowie (digitalen) Medienbildung.

Prof. Dr. Lars Rensmann

Prof. Dr. Lars Rensmann

forscht zu Demokratiekrisen, Rechtspopulismus, Autoritarismus und Autokratisierung im globalen Vergleich

Welche neuen und alten Gefahren ergeben sich für die Demokratie im digitalen Zeitalter?

Prof. Dr. Lars Rensmann ist seit dem Sommersemester 2022 Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Vergleichende Regierungslehre. Davor war er Professor für Europäische Politik und Gesellschaft an der Universität Groningen, Associate Professor für politische Wissenschaft an der John Cabot University in Rom und DAAD Assistant Professor of Political Science an der University of Michigan. In seiner Forschung beschäftigt sich Prof. Dr. Rensmann u.a. global vergleichend mit Demokratiekrisen, Autoritarismus, Antisemitismus, Populismus und Rechtsradikalismus. Aktuell leitet er in Nordrhein-Westfalen eine "Dunkelfeldstudie", um die Verbreitung von antisemitischen Vorurteilen und Ressentiments in der Gesellschaft zu beleuchten.

Prof. Dr. Wolfram Schaffar

Prof. Dr. Wolfram Schaffar

forscht zu Demokratisierung und Entdemokratisierung in Südostasien

Wie lässt sich die autoritäre Wende erkennen?

Prof. Dr. Wolfram Schaffar hat seit April 2021 den Lehrstuhl für Entwicklungspolitik an der Universität Passau inne. Davor war er unter anderem Professor für Japanologie an der Universität Tübingen und Professor für Politikwissenschaft und Entwicklungsforschung am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien.

Prof. Dr. Florian Töpfl

Prof. Dr. Florian Töpfl

forscht zu digitaler Kommunikation in Russland

Wie beeinflusst Moskau mit Hilfe internetbasierter Technologien Medienpublika im Ausland?

Prof. Dr. Florian Töpfl ist Inhaber des Lehrstuhls für Politische Kommunikation mit Schwerpunkt auf Osteuropa und die postsowjetische Region an der Universität Passau. Er leitet das ERC-Consolidator-Projekt The Consequences of the Internet for Russia’s Informational Influence Abroad (RUSINFORM) an der Universität Passau. Bevor Prof. Dr. Töpfl im Jahr 2020 an die Universität Passau berufen wurde, forschte er als Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Freien Universität Berlin (2014-2019) und als Marie Curie Postdoctoral Fellow an der London School of Economics and Political Science (2012-2014).

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