Mit der Eröffnung der Wanderausstellung „Was ich anhatte …“ setzt die Universität Passau im Rahmen der Orange Days ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt. Die Ausstellung macht die Erfahrungen von Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, anonym öffentlich. Anhand persönlicher Kleidungsstücke und Aussagen Betroffener verdeutlicht sie eindrucksvoll, dass Kleidung niemals Ursache oder Rechtfertigung für sexuelle Übergriffe ist, und regt dazu an, verbreitete Vorurteile und Mythen zu hinterfragen.
Vortrag von Asha Hedayati: Die stille Gewalt – wie wir Gewalt gegen Frauen beenden könn(t)en
Gewalt gegen Frauen zählt zu den gravierendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und hat in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Statistisch gesehen erlebt jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt innerhalb einer Partnerschaft. Daher ist davon auszugehen, dass sich sowohl Betroffene als auch Täter im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis befinden. Die Familienrechtsanwältin Asha Hedayati erlebt in ihrer täglichen Arbeit immer wieder, dass staatliche Institutionen Frauen nicht ausreichend vor Gewalt schützen und teilweise selbst Strukturen aufrechterhalten, die Gewalt begünstigen. Insbesondere in Familiengerichten, bei der Polizei, in Jugendämtern sowie in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren wird Partnerschaftsgewalt häufig nicht angemessen berücksichtigt. In ihrem Vortrag erläutert Hedayati die Mechanismen dieser Praxis, die betroffene Frauen oftmals ohne ausreichende Unterstützung zurücklässt, und zeigt auf, welche Veränderungen notwendig sind, damit die zuständigen Institutionen den Schutz gewährleisten, den sie eigentlich gewährleisten sollten.
Im Anschluss an die Veranstaltung besteht bei Getränken und kleinen Häppchen Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
| Zutritt | öffentlich |
|---|---|
| Anmeldung | nicht erforderlich |
| Veranstaltende | Stabsstelle Diversity und Gleichstellung |
| E-Mail (für Rückfragen) | gleichstellung@uni-passau.de |