Frauen und ihre Körper scheinen in der Kulturgeschichte wie zwei getrennte Teile: Der eine war selten im Besitz des anderen, sondern befand sich oft in der Hand und Kontrolle fremder Kräfte. Im Wandel der Zeit fungierte der Körper als eine Projektionsfläche, die mal dämonisiert, mal idealisiert und mal kommodifiziert wurde. Diese Projektionen auf die Körper von Frauen stehen im Fokus unserer Filmveranstaltung.
Den Anfang macht ein Meilenstein der Stummfilmära: Tagebuch einer Verlorenen (1929) ist einer der ersten Filme überhaupt, die weibliche Sexualität radikal ins Zentrum rücken. Basierend auf dem Roman von Margarete Böhme und unter der Regie von Georg Wilhelm Pabst wird die ikonische Louise Brooks hier zum Gesicht eines frühen filmischen Aufbegehrens. Davon ausgehend schlagen wir den Bogen direkt in die Gegenwart zu
Barbie von Greta Gerwig aus dem Jahr 2023. Diese Satire über die berühmte Puppe zeigt uns, wie Frauenkörper heute noch normiert und idealisiert werden, und hinterfragt, wie diese Erwartungen unser Denken und Handeln beeinflussen. Mit diesen beiden Filmen über den Blick auf den weiblichen Körper möchten wir gemeinsam mit Ihnen fragen: Wo stehen wir heute? Was ist in Bezug auf den weiblichen Körper bereits zur Geschichte geworden – und was gehört noch immer zu unserer Gegenwart?
Unterstützt durch die Stabsstelle Diversity und Gleichstellung und in Kooperation der universitären und Fakultätsfrauenbeauftragten der Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Fakultät mit dem Unikino Passau und der Universität Bamberg führen Dr. Sahar Daryab und Sarah Beyvers jeweils in beide Filme ein. Zwischen den Filmvorführungen ist eine Pause mit Raum für Austausch vorgesehen.
| Zutritt | öffentlich |
|---|---|
| Anmeldung | nicht erforderlich |
| Veranstaltende | Stabsstelle Diversity und Gleichstellung, Unikino Passau |
| E-Mail (für Rückfragen) | kathrin.plank@uni-passau.de |