Alexander Spöri gewährt im Gastvortrag "Journalistische Recherche im rechtsextremen Milieu" einen Einblick in seine Arbeit als Redakteur im Ressort Politik und Nachrichten bei der Abendzeitung München.
Spöri ist ein mehrfach ausgezeichneter investigativer Journalist und Dokumentarfilmer, der sich seit Jahren intensiv mit Radikalisierungsprozessen, rechtsextremen Netzwerken und digitaler Gewalt auseinandersetzt. Zuvor war er für t-online als München-Reporter tätig und recherchierte dort vor allem gesellschaftliche, politische und investigative Themen in Süddeutschland.
Sein journalistisches Profil ist geprägt von tiefgehenden Recherchen im extremistischen Milieu, insbesondere im digitalen Raum. Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte Spöri durch den Dokumentarfilm Liken. Hassen. Töten. (2022), den er gemeinsam mit Luca Zug realisierte. Der Film rekonstruiert, wie sich Jugendliche in Online-Communities radikalisieren konnten und welche Netzwerke den Münchner OEZ-Attentäter beeinflussten. Für die Recherche legten die Filmemacher Undercover-Accounts an, drangen in geschlossene Gruppen vor und stießen auf ein internationales Geflecht jugendlicher Extremisten. Der Film zeigt nicht nur die Gefahren digitaler Radikalisierung, sondern auch die Versäumnisse deutscher Sicherheitsbehörden – und führte dazu, dass Spöri selbst ins Visier des Staatsschutzes geriet.
Im Anschluss an den Vortrag findet eine moderierte Fragerunde statt.
| Zutritt | öffentlich |
|---|---|
| Anmeldung | nicht erforderlich |
| Veranstaltende | Verein der Freunde und Förderer der Kommunikationswissenschaft an der Universität Passau e. V., Lehrstuhl für Kommunikationswisschenschaft |
| E-Mail (für Rückfragen) | elfi.heinke@uni-passau.de |