Die Zukunft Kubas erscheint ungewisser denn je, und die einst stolz präsentierten Errungenschaften der Revolution drohen in einer beispiellosen Energiekrise unterzugehen, in der möglicherweise auch das politische System – unter militärischem Druck der USA – aus den Angeln gehoben wird. Wie lange leidensfähig ist die kubanische Bevölkerung unter solchen Bedingungen überhaupt?
Kuba befindet sich seit Jahrzehnten im Krisenmodus. Wiederkehrende Naturkatastrophen, eine anhaltende Energieknappheit, das US-Embargo oder der Verlust strategischer Partner wie die Sowjetunion und Venezuela setzten und setzen dem Land schwer zu. Trotzdem konnte Kuba seit der sozialistischen Revolution bemerkenswerte Erfolge in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Armutsbekämpfung erzielen und entwickelte sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut zu einer beliebten Tourismusdestination. Der abrupte Einbruch des Tourismusbooms infolge der Coronakrise und eine verschärfte Sanktionspolitik der USA führten jedoch zu folgenschweren ökonomischen Problemen, die zusammen mit den aktuellen geopolitischen Unwägbarkeiten erneut die Wandlungs- und Überlebensfähigkeit des karibischen Sozialismus herausfordern. Anhaltende Stromausfälle und unbeleuchtete Straßen stehen symbolisch für ein Modell am Rande des Zusammenbruchs.
Referent: Prof. Dr. Matthias Schmidt (Universität Augsburg)
| Zutritt | öffentlich |
|---|---|
| Anmeldung | nicht erforderlich |
| Veranstaltende | GeoComPass - Geographische Gesellschaft Passau e. V. |
| Veranstaltungs-Website | https://geocompass.de/ |
| E-Mail (für Rückfragen) | info@geocompass.de |