Kritik an postkolonialen Theorien – oft verkürzt als „Postkoloniale Theorie“ oder „Postkolonialismus“ eingeführt und vermengt mit de- und antikolonialen Denktraditionen – hat Konjunktur. Öffentlich wahrnehmbar mäandert diese Kritik meist zwischen Bauchgefühl und revanchistischer Identitätspolitik. Selbst wissenschaftlich daherkommende kritische Abhandlungen betreiben oft Cherry-Picking, um das eigene ideologische Projekt zu legitimieren. So sei, so der Vorwurf, die „Postkoloniale Theorie“ von antisemitischen Haltungen durchzogen – eine Kritik, die sowohl von sich als eher „links“ einstufenden Intellektuellen bis hin von rechter Seite formuliert wird. Auch die extreme Rechte hat es auf „die Postkoloniale Theorie“ abgesehen und ihr den bildungspolitischen Kampf angesagt. Der Vortrag zeichnet diese Dynamiken nach und geht auf einige besonders brisante Fälle ein.
Referent: Prof. Dr. Stefan Ouma (Universität Bayreuth)
| Zutritt | öffentlich |
|---|---|
| Anmeldung | nicht erforderlich |
| Veranstaltende | GeoComPass - Geographische Gesellschaft Passau e. V. |
| Veranstaltungs-Website | https://geocompass.de/ |
| E-Mail (für Rückfragen) | info@geocompass.de |