Dank generativer Sprachmodelle (Large Language Models), welche selbst Texte schreiben und mit Menschen in Dialog treten können, ist das Thema künstliche Intelligenz im Alltag angekommen. Die Technik beruht auf Verfahren das Deep Learnings, die von den neuronalen Strukturen des menschlichen Gehirns inspiriert worden sind.
Die neuen Technologien haben bahnbrechende Auswirkungen – auch auf den Prozess des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns. Angesichts der rasanten Weiterentwicklung von KI-Anwendungen ist es entscheidend, sicherzustellen, dass ihre Fähigkeiten und Grenzen kritisch und transparent bewertet werden. Dazu braucht es den Blick aus verschiedenen Disziplinen - von der Informatik und Linguistik über die Organisations- und Managementforschung bis hin zum Recht.
Das Profilfeld KI & Sprache hat wesentlich von den Ausbauprogrammen der bayerischen Hightech Agenda profitiert. An allen Fakultäten wurden forschungsstarke Professuren geschaffen, darunter die Lehrstühle für AI Engineering, Computational Rhetoric and Natural Language Processing, Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Nachvollziehbare KI-basierte Betriebliche Informationssysteme sowie Multilinguale Computerlinguistik. An letzterem untersucht die ERC-Forschungsgruppe Productive Signs mit Hilfe von computergestützten Methoden die Evolution von Wortfamilien.
Die Forschung an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften und Informatik hat sich in den vergangenen Jahren an der Universität Passau etabliert. Ein Treiber dieser Entwicklung sind die Lehrstühle Computational Humanities und Data Science. Forschende der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beschäftigen sich im Bereich KI mit Fragen zur Auswirkung auf Menschen, Organisationen und die Gesellschaft.