D3 verfolgt das Ziel, die Lernerfahrungen und Studienbedingungen für eine vielfältige Studierendenschaft nachhaltig zu verbessern – und Lehrenden die Mittel dafür in
die Hand zu geben.
Wie können die Perspektiven von Studierenden mit besonderen Herausforderungen – etwa Betreuungsverantwortung, chronischen Beeinträchtigungen oder hohem Erwerbspensum – systematisch in die Lehr- und Studiengangsentwicklung einfließen, ohne einzelne Personen zu exponieren?
D3 löst diese Problematik durch das partizipative Erstellen von synthetischen KI-Personas, die diversitätssensibel Lehrinhalte analysieren können. Damit löst D3 auch ein weiteres Problem: Die Diversitätsprüfung von Lehrinhalten wird nicht mehr ex post via Evaluationen durchgeführt, sondern potenzielle Barrieren können bereits ex ante identifiziert werden.
In narrativen Interviews mit Studierenden aus vulnerablen Gruppen erfassen wir reale Barrieren und Bedarfe, so wie sie tatsächlich erlebt werden. Diese Erfahrungen überführen wir anschließend mittels KI in authentische virtuelle Personas, die verschiedene Lebensrealitäten repräsentieren. Auf einer digitalen Plattform können diese Personas dann Lehrinhalte analysieren und diversitätsbezogene Hürden sichtbar machen – bevor sie im Lehrkontext wirksam werden.
Lehrende nutzen die Plattform, um ihre Lehrveranstaltungen und Curricula gezielt weiterzuentwickeln; Workshops und Schulungen begleiten diesen Prozess. Damit das Tool nicht als Einmalprojekt endet, sondern dauerhaft wirkt, bauen wir eine aktive Community of Practice auf – und stellen die zugrundeliegenden Technologien offen zur Verfügung, sodass auch andere Hochschulen von dem Ansatz profitieren können.
Studierende aus vulnerablen Gruppen sind in allen Projektphasen aktiv beteiligt und sichern so die Authentizität und Wirksamkeit des Tools. Sie sind interessiert? Nutzen Sie unser Mitmachformular!