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Naturnahe Wiesen am Campus

Im April 2025 startete an der Universität Passau ein nachhaltiges Projekt: Anstelle der zuvor wöchentlich gemähten Rasenflächen entstehen nun auf über 6.000 Quadratmetern artenreiche naturnahe Wiesen. Wo früher monotones, kurz gemähtes Grün dominierte, blühen heute Hahnenfuß, Schafgarbe und Nelke. Diese Flächen bieten besonders kleinen Tieren wie Wildbienen, Käfern und anderen Insekten dringend benötigten Lebensraum – denn genau diese Arten nehmen seit Jahren stark ab, obwohl sie die Basis eines gesunden Ökosystems bilden.
Blühflächen fördern nicht nur die Artenvielfalt, sondern verbessern auch die Bodenqualität, erhöhen die Bestäubungsleistung auf dem Campus und tragen zu einem stabileren ökologischen Gleichgewicht bei. Gleichzeitig reduzieren sie den Pflegeaufwand, sparen Ressourcen wie Wasser und Energie ein und erhöhen durch ihre farbenfrohe Vielfalt die Aufenthaltsqualität für Studierende und Mitarbeitende. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Ökologischen Verantwortung und nachhaltigen Campusgestaltung.
Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Passau e.V. wurde im Frühjahr 2025 eine Bestandsaufnahme der wildwachsenden Pflanzen auf dem Campus durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass der natürliche Pflanzenbestand bereits erstaunlich artenreich und ökologisch ausgewogen ist. Aus diesem Grund wird zunächst bewusst auf das Ausbringen von Fremdsaatgut verzichtet. Statt einer ständigen Pflege werden die Grünflächen künftig nur noch zwei- bis dreimal im Jahr – und je nach Bedarf der Fläche – gemäht.
Diese reduzierte Mahd ist besonders nützlich, weil sie Pflanzen die Chance gibt, vollständig auszublühen und Samen zu bilden. Dadurch können sich stabile, artenreiche Pflanzenbestände entwickeln. Gleichzeitig profitieren Insekten wie Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer von längeren Blühphasen und einem durchgängigen Nahrungsangebot. Außerdem wird der Boden geschont, der Wasserverbrauch sinkt, und die Grünflächen werden insgesamt klimaresilienter, da sie weniger austrocknen und extremen Temperaturen besser standhalten.

Forschen im Grünen

Ab dem kommenden Semester wird das Blühwiesen-Projekt auch wissenschaftlich begleitet. Geplant sind Bodenproben, die Erfassung der vorhandenen Pflanzenarten sowie Untersuchungen zur Insektenvielfalt. So wird systematisch erhoben, wie sich die extensive Bewirtschaftung auf Biodiversität und Ökosystem am Campus auswirkt und welche Entwicklungen sich langfristig beobachten lassen. Gleichzeitig sammeln Geografiestudierende wertvolle Felderfahrung, wenden praktische Forschungsmethoden an und verknüpfen theoretisches Wissen mit angewandter Umweltforschung. Hier mehr erfahren.

Karte und Kartierung

Welche Pflanzen wachsen hier eigentlich – und wie vielfältig sind die Blühwiesen wirklich? Eine Karte vom Campus mit den Blühwiesen und die zugehörige Kartierung geben Einblicke in die Artenzusammensetzung und zeigen, wie lebendig die Wiesen am Campus sind. Hier klicken und mehr über die Blühwiesen erfahren.

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