Gezeigt werden die Folgen des Fast Fashion-Konsums im Kurzfilm „Der Kleiderberg“ sowie das Portrait der finnischen Umweltaktivistin Riikka Karppinen, die in „Activist“ gegen einen der größten Bergbaukonzerne der Welt ankämpft. Audrey MacLean von den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) Passau hilft uns zu Beginn, die Themen in den Kontext der Umwelt- und Klimapolitik der Europäischen Union einzuordnen.
Riikka Karppinen war ein 15-jähriges Schulmädchen, als der internationale Bergbaugigant Anglo American unter ihrem Heimatdorf in Nordfinnland, 120 Kilometer nördlich des Polarkreises, Nickel- und Kupfervorkommen entdeckte. Die Entdeckung wurde als die bedeutendste des Jahrhunderts bezeichnet. Doch das Erz liegt unter Riikkas Kindheitsparadies, einem Sumpfgebiet, das wegen seiner außergewöhnlichen Artenvielfalt geschützt wird.
Der Film ist ein berührendes und ermutigendes Porträt über eine junge Bergarbeitertochter an der Schwelle zum Erwachsenwerden und ihren starken Willen, etwas zu verändern. Als Aktivistin kettet sich Riikka nicht an die Bohrmaschinen. Sie entscheidet sich dafür, durch Politik Einfluss zu nehmen. Politik ist oft nichts für junge Leute, aber Riikka will nicht zulassen, dass die älteren Generationen Entscheidungen für die jüngeren treffen. Der Versuch, Dinge zu verändern, ist oft anstrengend, aber auch lohnend, denn er öffnet Türen zu Möglichkeiten, die jungen Menschen nur selten zugänglich sind. Was ist wertvoller, natürliche Werte oder Erzvorkommen, die sich in Geldscheine verwandeln lassen? Ist alles käuflich, wenn das Gebot hoch genug ist?
Weltweit werden 70% unserer gespendeten Kleidung zu Ballen gepresst und an den Textilhandel verkauft, der sie nach Übersee zum Weiterverkauf in die afrikanischen Länder südlich der Sahara verschifft. DER KLEIDERBERG beleuchtet die sozialen und ökologischen Kosten des Handels mit Secondhand-Kleidung und verfolgt den Weg unserer ungewollten Kleidungsstücke von den Recycling-Tonnen in Europa bis zu den Mülldeponien und Wasserstraßen im globalen Süden. Der in Kenia, Irland und Belgien gedrehte Film ruft uns dazu auf, die Art und Weise, wie wir unsere Kleidung entwerfen, tragen und wiederverwenden, neu zu überdenken, damit unsere Modeabfälle nicht länger die Last eines anderen Landes werden.
Dieser Film wurde in Zusammenarbeit mit dem Irish Environmental Network gedreht und von Europe Sustainable for All und der Europäischen Union finanziert.