Wie nehmen unsere Studierenden ihren Studienalltag wahr? Dies spielt eine entscheidende Rolle für die Qualitätsverbesserung von Studium und Lehre an der Universität Passau. Das Referat Qualitätsentwicklung führt deshalb regelmäßig Befragungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Studium durch.
In der Studienabschlussphase können Studierende ihr gesamtes Studium reflektieren und ihre Erfahrungen umfassend bewerten. Dadurch lassen sich Stärken erkennen und gezielt Bereiche identifizieren, in denen Verbesserungen sinnvoll sind. Die Befragung im Sommersemester 2025 hat wertvolle Hinweise geliefert, wo Studierende sich Veränderungen wünschen.
Im folgenden Abschnitt werden diese Maßnahmen nach Fakultät/Einrichtung und nach Themenbereichen dargestellt.
| Verbesserungspotenziale | Geplante Maßnahmen |
|---|---|
| Öffnungszeiten: | Gezielte Ausweitung der Öffnungszeiten (Prüfungsphasen, Wochenenden/Feiertage) sowie frühzeitige Kommunikation |
| Elektronische Ressourcen: | Erhöhung der Sichtbarkeit digitaler Angebote (Kurz-Guides, Schulungen, Usability des Suchportals) und priorisierte Schließung von Lücken in den Kernpaketen |
| Ausleihfristen: | Flexibilisierung und Verlängerung von Leihfristen für Prüfungszeiten (kulante Regelungen, automatische Erinnerungen) |
| Verbesserungspotenziale | Geplante Maßnahmen |
|---|---|
| Praxisorientierung: | Die Anzahl der Praxisphasen ist durch die LPO I vorgegeben und lässt sich nicht ändern. Es werden folgende umfangreichere und stärker begleitete Praktikumsformate angeboten, wie die Lehrwerkstatt, das Exercitium Paedagogicum oder das Modellcurriculum (MC), die vollständig auf das vorgeschriebene Pädagogisch-Didaktische Praktikum anrechenbar sind Im SoSe 2026 startet ein neues Modellprojekt (PrepMe) im Mittelschullehramt. |
| Staatsexamenssystem: | Mögliche Bachelor- und Masterstrukturen für das Lehramt werden geprüft; derzeit fehlen jedoch die rechtlichen Voraussetzungen, um das Staatsexamen zu ersetzen. Dieses müsste in eine Bachelor- und Masterstruktur integriert werden. |
| Examensvorbereitung: | Die Uni arbeitet an einem Ausbau des Angebots zur Examensvorbereitung und deren Sichtbarkeit. |
| Organisation und Kommunikation: | Die Studiengangskoordinator:innen unterstützen bei Fragen zur Studienplanung. Ergänzend sind Fact-Sheets geplant, um typische Fehler und Fristversäumnisse zu vermeiden. Zudem wird regelmäßig eine Examens-Infoveranstaltung zur Organisation von Studium und Examen angeboten. |
| Fachdidaktischer und schulpraktischer Angebote zu Inklusion und zum Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten: | In diesem Zusammenhang werden derzeit zusätzliche Veranstaltungen im Rahmen des Projekts BAS!S 2.0 angeboten. |
| Erreichbarkeit und Unterstützung des Prüfungssekretariat Lehramt: | Das Prüfungssekretariat hat die Kontakte wieder online gestellt und auch eine Telefonsprechzeit wird täglich von den Sachbearbeiterinnen angeboten. |
| Verbesserungspotenziale | Geplante Maßnahmen |
|---|---|
| Prüfungsorganisation: | Nachholklausuren wurden an der SoBiF (zuvor PhilFak) mangels Nachfrage eingestellt. Die zweiwöchige Abmeldefrist gilt als ausreichend; in begründeten Fällen wurde Kulanz gewährt. Eine längere Frist würde die zentral organisierten Prüfungsabläufe stören und unnötige Mehrkosten verursachen. Zur Vermeidung von Überschneidungen und zur frühzeitigen Terminbekanntgabe erfolgt eine enge Abstimmung mit der Stabsstelle KSL (Frau Will). Unvermeidbare Überschneidungen entstehen teils durch parallel besuchte Veranstaltungen. Selbstorganisierte Prüfungen sollen zukünftig möglichst in der letzten oder vorletzten Sitzung statt, sodass Überschneidungen transparent werden. |
| Transparenz zentraler Abläufe, etwa im Zusammenhang mit Abschlussarbeiten: | An der SoBiF gibt es seit drei Semestern eine fortlaufend aktualisierte, online einsehbare Prüfer:innenliste nach Teildisziplinen und Modulen. Modulzuordnungen und Zuständigkeiten sind klar geregelt und auf der Fakultätshomepage veröffentlicht. |
| Lehrangebot/Didaktik: | An der SoBiF sind Forschung und Lehre eng verzahnt; auch Projektmitarbeitende und Habilitand*innen lehren, das LfBA-Deputat soll moderat reduziert werden, um Forschung zu stärken. Inhalte bleiben so aktuell; didaktische Fortbildungen und die Zusammenarbeit mit dem ZLF sichern moderne Lehre. Digitale Angebote werden über LEVSa standardisiert, bei grundsätzlichem Vorrang der Präsenzlehre; Materialien stehen meist auf Stud.IP bereit. Einschränkungen bei Wiederholungsmöglichkeiten und Modulkatalogen ergeben sich aus der angespannten Haushaltslage der Universität Passau. |
| Praxis- und Berufsbezug: | Mit dem JoKo- und dem Stawi-Bachelor sowie den Lehramtsstudiengängen bietet die SoBiF bereits stark praxisorientierte Programme. Auch in der Weiterentwicklung steht Praxis im Fokus; Projekte, Workshops und Kooperationen mit externen Partnern finden regelmäßig unter Einbindung der Studierenden statt. |
| Verbesserungspotenziale | Geplante Maßnahmen |
|---|---|
Examensvorbereitung: | Studienzuschüsse ermöglichen Einzelcoachings und Zusatztrainings für einmalig durchgefallene Examenskandidaten. Im Klausurenkurs wird auf breite Themenstreuung geachtet, Korrekturen erfolgen neutral, zudem steht „UniRep Online“ mit KI-Selbsttrainings zur Verfügung. Transparenz und kurze Wege werden durch StuPO-Reform, neuen Internetauftritt, Rundmails, wöchentliche Sprechstunden und einen 14-tägigen Studierendenstammtisch gefördert. Offene Lernräume, betreute Selbstlerngruppen, pseudonyme Onlineforen und ein kommentierter, regelmäßig aktualisierbarer Studienverlaufsplan erleichtern die Orientierung. Die Anmeldung zum Staatsexamen erfolgt jetzt über das Campusportal; Klausurenschreiben am eigenen PC und Testläufe auf staatlichen Notebooks -wie in der echten Prüfung – als „Testlauf“ wurden eingeführt. |
| Strukturelle Reformen: | Seit 2020 bietet Passau den „LL.B. Legal Tech“ an. Ein vollintegrierter Bachelor of Laws ist laut Staatsministerium nur nach vollständiger Akkreditierung (BayStudAkkV) möglich, nicht als akzessorischer Abschluss zum Staatsexamen. Im Rahmen von „Die Welt ist mein Campus“ soll ein praxis- und wissenschaftsorientierter Studiengang entstehen; ein entsprechendes Konzept wird auch unabhängig von Förderung vorbereitet. Ein „automatischer“ Doppelabschluss erfordert gesetzliche Maßnahmen, wie aktuell in Baden-Württemberg; andernfalls ist ein neuer Zusatzstudiengang nötig. Die Reform der Studien- und Prüfungsordnung zum 1.2.2026 greift zentrale Kritikpunkte auf; eine Studienreformkommission prüft weitere Maßnahmen unter Beteiligung aller Stakeholder. |
| Rahmenbedingungen: | Zur Unterstützung bei psychischer Belastung bieten die Universität und die Fakultät vielfältige Angebote; zudem engagiert sich die Hochschulgruppe „Kopfsache“ in diesem Bereich. Für die Portale der Juristischen Fakultät wird künftig ein „Single Sign On“ möglich sein, sodass diese (noch) besser mit den anderen Portalen der Universität (Stud.IP, Ilias, Campusportal) verknüpft sind. |
| Verbesserungspotenziale | Geplante Maßnahmen |
|---|---|
| Prüfungsorganisation: | Verfahren zur Reduzierung von Prüfungsüberschneidungen in mehreren Fakultäten wurde eingeführt |
| Kommunikation und Information: | Neue Informationsformate für internationale Studierende sowie die Restrukturierung der Begrüßungsveranstaltungen sind eingeplant. |
| Lehrangebot und Didaktik: | Die Modulkataloge werden jährlich überprüft und aktualisiert. Der Prozess wurde verbessert um die Darstellung von Inhalten, Angebot und Anrechenbarkeit zu verbessern. |
| Praxis- und Berufsbezug: | Die Möglichkeit eines Praktikums im Studiengang „Digital Transformation in Business and Society“ wurde eingeführt |
Die Ergebnisse wurden mit der Fachschaft erörtert. Nach Einschätzung der Fakultät ergibt sich daraus derzeit kein konkreter Handlungsbedarf.
Die erzielten Erkenntnisse werden mit den bisherigen, v. a. fakultätsspezifischen Umfragen abgeglichen und zusätzlich mit den Studierendenvertretungen besprochen. Die festgestellten Optimierungsbedürfnisse in der Studiengangsarchitektur werden bei der Planung und Umsetzung der Studiengangsreform (u. a. auch bei der Konzeption und Einführung neuer MA-Studiengänge) näher berücksichtigt.