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Lehrinnovationspool

Der Lehrinnovationspool ist ein Förderinstrument der Universität Passau zur Erprobung zukunftsweisender Ideen in Lehre und Studium auf der Grundlage des Leitbilds für die Lehre und der gesamtuniversitären Lehrstrategie. Unterstützt werden insbesondere Vorhaben, die auf langfristige Wirkung ausgelegt und potenziell auf andere Fächer, Studienbereiche oder Studiengänge übertragbar sind. Darüber hinaus können auch Anschubfinanzierungen zur Einwerbung von Drittmitteln für den Bereich Studium und Lehre gefördert werden.

Die Antragsfrist für die Förderrunde 2026/27 hat am 22. April begonnen. Förderfähig sind projektbezogene Investitionen, Personal- und Sachkosten. Der maximale Förderzeitraum erstreckt sich vom 1. Oktober 2026 bis 31. Dezember 2027, das maximale Fördervolumen liegt bei 10.000 Euro je Vorhaben. Die Antragsfrist endet mit dem 22. Mai 2026.

Vorhaben, die eine Förderung aus dem Lehrinnovationspool erhalten, unterliegen einer Berichtspflicht:

Abschlussbericht

Wenn Ihr Projekt abgeschlossen ist, reichen Sie dafür bitte bis spätestens sechs Wochen nach Projektende einen Abschlussbericht (1 – 2 Normseiten) und eine Endabrechnung ein. Adressieren Sie im Bericht bitte nachfolgende Punkte:

  1. Zusammenfassung von Ausgangssituation, Projektidee und -zielen;
  2. Angabe und Erläuterung messbarer Gesamtergebnisse gemäß Antrag;
  3. Einordnung umgesetzter Maßnahmen und erreichter Ziele im Hinblick auf die Förderkriterien;
  4. Nachweis von Dauerhaftigkeit, Übertragbarkeit und Innovationsgehalt.

Zwischenbericht

Wenn Ihr laufendes Projekt in der kommenden Förderperiode durch eine Anschlussförderung weiter bezuschusst werden soll, legen Sie bitte zusammen mit Ihrem Antrag einen Zwischenbericht (max. 1 Normseite) und eine Zwischenabrechnung für die zurückliegende Projektphase vor. Adressieren Sie im Bericht bitte nachfolgende Punkte:

  1. Zusammenfassung von Ausgangssituation, Projektidee und -zielen;
  2. Angabe und Erläuterung bisheriger messbarer Zwischenergebnisse gemäß Antrag;
  3. Einordnung der Zwischenergebnisse in Bezug auf die Fortsetzung des Projekts.

Hinweise

I. Bitte formulieren Sie Punkt (1) jeweils so, dass er als Vignette zur (aktualisierten) Darstellung Ihres Projekts auf der Website der Universität dienen kann (max. 500 Zeichen).

II. Für die Abrechnung nutzen Sie bitte in allen Fällen ausschließlich das LIP-Abrechnungsformular. Ergänzen Sie vor der Einreichung dessen Dateinamen nach dem letzten Unterstrich bitte so, dass er eine Zuordnung zu Ihrem Projekt ermöglicht.

III. Reichen Sie Ihren Abschluss- bzw. Zwischenbericht bitte sowohl als PDF-Datei als auch in einem bearbeitbaren Dateiformat Ihrer Wahl ein, die Abrechnung bitte nur im originalen Excel-Dateiformat.

IV. Senden Sie die jeweiligen Unterlagen bitte ausschließlich an ksl@uni-passau.de.

Lehr­innovations­pool: Geförderte Projekte 2026/2027

Offene Bildungsressourcen (OER) bereichern die Lehre durch frei zugängliche Materialien, werfen zugleich aber Fragen des Urheberrechts, der Anwendbarkeit und der Qualitätssicherung auf. Das Projekt erprobt vorhandene bibelwissenschaftliche OER-Materialien gemeinsam mit Studierenden in Universität und Schule und reflektiert didaktisch ihren Nutzen. Eingebunden sind Gastexpertinnen und -experten aus mehreren Standorten sowie die Diskussion von Kriterien einer Qualitätssicherung. Die Ergebnisse werden als forschungsgeleitete Lehre in einem Open-Access-Journal der Universität Passau veröffentlicht und stehen damit der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Vorhaben bringt sich zugleich in die neue OER-Policy der Universität ein.

Projektleitung: Dr. Benedikt J. Collinet, Dr. Bernhard Klinger (Department für Katholische Theologie)

Dieses forschungsorientierte Schule-Uni-Kooperationsprojekt verzahnt wissenschaftliche und schulische Praxis mit der Regellehre im Lehramtsstudium. In Zusammenarbeit mit den Didaktischen Innovationslaboren und der Hans-Carossa-Grundschule Passau führen Lehramtsstudierende ein Praxisforschungsprojekt zur datengestützten Unterrichtsentwicklung durch. Im Mittelpunkt steht der Aufbau von KI-Kompetenzen bei Grundschulkindern im Unterrichtskonzept KIWI (Künstliche Intelligenz, Werkstatt, Ideen). Studierende erproben niedrigschwellige Forschungsmethoden, machen KI-Kompetenzen sichtbar und entwickeln daraus evidenzbasierte Impulse für die Kooperationsschule. So professionalisieren sie sich forschend und leisten einen Beitrag zur Schulentwicklung. Das übertragbare Konzept wird als OER über die Plattform PUSH bereitgestellt.

Projektleitung: Dr. Verena Köstler (Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidakik), Prof. Dr. Axinja Hachfeld (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)

Im Mai 2026 haben Studierende an der Universität Passau den zwölfstündigen Benefizlauf „INN HOUR SOULS“ geplant und in voller Länge live übertragen – ein interdisziplinärer Erfolg von Sportstudierenden sowie Studierenden der Journalistik und Strategischen Kommunikation. Das Projekt verstetigt dieses praxisorientierte Lehrformat und bindet es fest in die Lehre beider Studiengänge ein. Studierende bündeln Eventplanung, crossmediale Berichterstattung und strategische Kommunikation in einem realen Praxisprojekt und setzen theoretisch Erlerntes unmittelbar um. Die professionelle Ausstattung des Zentrums für Medien und Kommunikation kommt zum Einsatz. Zugleich präsentiert sich die Universität nach außen und knüpft Kontakte zu externen Partnern.

Projektleitung: Prof. Dr. Ralf Hohlfeld, Sabine Simon (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)

Die Arbeitswelt verlangt unternehmerisches Denken, digitale Kompetenz und kreatives Problemlösen und KI verändert Gründungsprozesse grundlegend. Auf dem ausgezeichneten Entrepreneurship-Fundament der Universität Passau schließt das Projekt eine Lücke: ein modulares Add-on, das unternehmerisches Denken und KI-Werkzeuge systematisch verbindet. Sechs aufeinander aufbauende Kompetenzmodule – von Data Literacy über KI-gestützte Planung und Analyse bis zu Pitching, Team- und Marketingmanagement – folgen einem Dreiphasenmodell aus Theorieimpuls, praktischer Anwendung realer KI-Tools und Reflexion mit Alumni-Practitioners. So erwerben Studierende marktrelevante Future Skills durch aktives Tun. Modulhandbuch, Tool-Übersichten und Rahmenkonzept stehen als Open Educational Resources bereit.

Projektleitung: Dr. Maria Diekmann (PATEC)

Allgemein zugängliche KI-Tools eignen sich für die juristische Ausbildung nur bedingt, da sie nicht auf deutschsprachiger Literatur und Rechtsprechung aufbauen und zu Halluzinationen neigen. Spezialisierte, datenbankgestützte juristische KI ist für Studierende dagegen meist zu teuer. Das Projekt verschafft Studierenden im Proseminar zum Zivilrecht Zugang zu solchen Tools und vermittelt die Kompetenz, sie reflektiert einzusetzen. Studierende erarbeiten eine wissenschaftliche Arbeit unter Einsatz juristischer KI, entwickeln Prompting-Strategien und überprüfen die erzeugten Ergebnisse kritisch auf Richtigkeit. So werden KI-Kompetenz und juristisches Fachwissen zugleich gefördert und die Studierenden auf die Berufspraxis vorbereitet.

Projektleitung: Prof. Dr. Rafael Harnos (Juristische Fakultät)

Mit der Einführung der „Verfassungsviertelstunde“ an bayerischen Schulen ist die Stärkung demokratischer Werte zur verbindlichen Aufgabe aller Lehrkräfte geworden – universitäre Lehr-Lern-Formate dazu fehlen bislang. Das Projekt versteht dies als hochschuldidaktische Entwicklungsaufgabe und entwickelt ein übertragbares Modell erprobter Bausteine für Verfassungsviertelstunden, etwa auf Basis von Videointerviews mit niederbayerischen Demokratieakteuren, Reflexionsaufgaben und schulartspezifischen Umsetzungsvarianten. Studierende entwickeln, erproben und reflektieren praxisnahe Unterrichtsimpulse in Kooperation mit Schulen und lernen, demokratische Bildung kontroversitätssensibel und handlungssicher zu gestalten. Das interdisziplinär gedachte Modell des Labors für Demokratiebildung wird als Seminarkonzept und als OER bereitgestellt.

Projektleitung: Dr. Linda v. Keyserlingk-Rehbein, Prof. Dr. Inken Heldt, Prof. Dr. Andreas Eberth (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät), Dr. Sabrina Kufner (Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidakik), Dr. Tabea Kretschmann (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät)

Die Lehrkräftebildung steht vor der Aufgabe, theoretisches Wissen enger mit professionellem Handeln in der Schulpraxis zu verbinden, zum Beispiel durch die stärkere Integration von Core Practices in die Praktikumsbegleitung. Das Projekt entwickelt videobasierte Zugänge zu zentralen Kernpraktiken samt didaktischem Begleitmaterial – teils als Aufnahmen realer Unterrichtssituationen, teils als skriptbasierte Good-Practice-Videos. Ergänzend werden „Filmkoffer“ mit mobilem Video- und Audioequipment bereitgestellt, mit denen Studierende ihr eigenes Handeln datenschutzkonform dokumentieren. So werden Core Practices systematisch über Repräsentation, Dekomposition und Approximation erprobt und niedrigschwellige videobasierte Reflexion ermöglicht, beginnend im Exercitium Paedagogicum und übertragbar auf weitere Praktika.

Projektleitung: Dr. Magdalena Sonnleitner, Simone Rauch (Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidakik), Dr. Doris Cihlars (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)

Aufbauend auf einem erfolgreichen Vorgängerseminar erforscht dieses Projekt Narrative ökosozialer Transformation, die bislang wenig bekannt und entwickelt sind. In Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus der Stadt Passau verbinden Studierende gegenwärtige interdisziplinäre Transformationstheorien mit ethnographischer Forschung vor Ort. Aus den Forschungsdaten entwickeln und kommunizieren sie eigene Narrative und produzieren als innovatives Prüfungsformat eigene Podcast-Folgen in Kooperation mit der Passauer Reihe „Tofu im Speckmantel“. So wird wissenschaftliche Erkenntnis als Wissenschaftskommunikation öffentlich verfügbar gemacht. Indem die Narrative bekannter werden, ebnet das Seminar Wege künftiger ökosozialer Transformation in der Region.

Projektleitung: Dr. Annekatrin Meißner, Dr. Melanie Hackenfort (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät), Prof. Dr. Jörg Scheffer (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)

In der juristischen Ausbildung besteht ein strukturelles Feedbackdefizit: Studierende schreiben Probeklausuren, erhalten dafür aber kaum qualifizierte Rückmeldung, während Lehrende aus Kapazitätsgründen nicht flächendeckend korrigieren können. Das Projekt entwickelt und erprobt ein KI-gestütztes Feedbacksystem, das auf Basis vorhandener Musterlösungen und juristischer Methodenstandards individuelle, transparente Rückmeldungen zu Probeklausuren gibt. Es ersetzt keine Prüfungsentscheidung, sondern fördert selbstgesteuertes Lernen und einen kritischen, kompetenten Umgang mit KI. Über Referenzvergleiche mit menschlichen Korrekturen wird die didaktische und fachliche Qualität gesichert. Das Vorhaben knüpft an bestehende Strukturen des Instituts für Rechtsdidaktik an und ist auf andere Fachbereiche übertragbar.

Projektleitung: Prof. Dr. Urs Kramer, Florian Brüderlin, Simon Alexander Nonn (Juristische Fakultät)

Generative KI verändert die Softwareentwicklung fundamental: Da Code zunehmend automatisch erzeugt wird, verlieren klassische Programmieraufgaben ihre Überprüfungskraft, und die Lehrziele verschieben sich vom Schreiben hin zum Verstehen von KI-Code und zum kompetenten Umgang mit Sprachmodellen. Aufbauend auf der etablierten Plattform „Code Defenders“ entwickelt das Projekt einen neuartigen KI-Spielmodus: Studierende steuern die KI per Chat, während ihre Prompts systematisch auf typische Fehler analysiert werden. Unter Restriktionen wie Token-Budgets müssen sie den generierten Code mental analysieren und iterativ verbessern. Automatisiertes Grading sichert Skalierbarkeit und den Transfer in Informatik- und fächerübergreifende Service-Kurse.

Projektleitung: Prof. Dr. Gordon Fraser (Fakultät für Informatik und Mathematik)

Der Grundkurs Privatrecht ist mit rund 370 Studienanfängerinnen und -anfängern die umfangreichste Lehrveranstaltung des Studiums; die Voraussetzungen der Studierenden sind fachlich wie lebenspraktisch äußerst heterogen, ein interaktives Betreuungselement fehlte bislang. Das Projekt führt mit OneTutor einen KI-gestützten digitalen Lernbegleiter ein, der auf den Kursmaterialien basiert und rund um die Uhr individuell zugeschnittene Antworten zum Lehrstoff gibt. Anders als allgemeine KI-Assistenten antwortet das System kontextgenau auf Grundlage des tatsächlich vermittelten Stoffs. So wird eine „skalierte Einzelbetreuung“ möglich, die im Massenfach mit konventionellen Mitteln nicht realisierbar ist. Implementierungskonzept und Evaluationsdaten kommen weiteren Lehrenden zugute.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Riehm (Juristische Fakultät)

Der kompetente Umgang mit digitalen Medien ist besonders im Lehramt zentral, doch mediengestalterische Kompetenzen werden im Studium bislang nur zufällig und nicht strukturell adressiert. Das Projekt entwickelt ein Blended-Learning-Propädeutikum weiter, das Lehramtsstudierende mit technischen und gestalterischen Grundlagen ausstattet, um professionelle digitale Lehr-Lern-Materialien zu erstellen. Es setzt auf moderne, kostenfreie und KI-gestützte Produktionswerkzeuge und verbindet Online-Selbstlernphasen mit Präsenzterminen in den DiLab-Innovationsräumen. Die Umsetzung erfolgt im Passauer Uni-Schule-Hub (PUSH) und stärkt so die Lerninfrastruktur der Universität. Ab dem Wintersemester 2026/27 wird das Angebot in die Regellehre integriert und laufend evaluiert.

Projektleitung: Dr. Christian Müller (Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidakik), Julia Watzinger (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)

Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur und dem Landestheater Niederbayern verbindet dieses Seminar Theorie und künstlerische Praxis. Ausgehend von der Opernpremiere „The Yellow Wallpaper“ – nach der Erzählung von Charlotte Perkins Gilman – behandeln Studierende Theorien der Verkörperung sowie Fragen von Gender, Handlungsmacht und Performance in Musik, Theater, Literatur und Film. Durch Aufführungsbesuche, eine Theaterführung und Probenbesuche übertragen sie ihr Wissen in kulturelle und öffentliche Kontexte. Sie gestalten eine Posterausstellung und verfassen Texte für das Programmheft, die als Open Educational Resource online öffentlich zugänglich bleiben.

Projektleitung: Dr. Michele Chinitz (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät)

Lehr­innovations­pool: Geförderte Projekte 2025/2026

Das Projekt erweitert das prämierte Konzept „Code Defenders“, das Studierende im effektiven Testen von Software schult. Es sollen autonome KI-Spieler integriert werden, die aktiv als Mit- oder Gegenspieler agieren, um didaktisch abwechslungsreichere Spielverläufe und bessere Lernergebnisse zu erzielen. Zudem wird konfigurierbare Mehrsprachigkeit umgesetzt, um die Internationalisierung der Bachelorprogramme zu fördern und Kooperationen, wie mit der GIU Cairo, auszubauen.

Projektleitung: Prof. Gordon Fraser (Fakultät für Informatik und Mathematik)

Dieses Projekt verschafft Studierenden der Rechtswissenschaften Zugang zu datenbankgestützter KI (wie beck-chat oder Otto Schmidt Answers), die in der juristischen Praxis bereits angewendet wird. In Zivilrechts-Workshops erlernen die Teilnehmenden Prompting-Strategien, die Funktionsweise juristischer KI kennen und überprüfen die Ergebnisse auf Richtigkeit. Dadurch werden die juristischen Fähigkeiten und die KI-Kompetenz gefördert, was sie auf die Berufspraxis vorbereitet. Gleichzeitig schließt das Projekt eine deutschlandweite Forschungslücke in der Lehre.

Projektleitung: Prof. Dr. Rafael Harnos (Juristische Fakultät)

SocrAItix transformiert das KI-gestützte Feedback in Hörsälen in ein interaktives, dialogisches Format. Die KI generiert iterativ gezielte Rückfragen auf studentische Kurzantworten (Prompt-Engineering), um Lernende schrittweise zur Musterlösung zu leiten. Die anonymisierte Interaktion über classEx fördert kritisches Denken und reflektierte Urteilsbildung, indem auch zurückhaltende Studierende individuell und in Echtzeit unterstützt werden, was in großen Lehrveranstaltungen sonst kaum möglich ist.

Projektleitung: Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

Wikipedia ist eine zentrale Informationsquelle, weist aber erhebliche Qualitätsmängel bei juristischen Inhalten auf. In einem Proseminar überarbeiten Studierende Wikipedia-Artikel zu staats-, finanz- und steuerrechtlichen Themen. Das Projekt stärkt digitale Kompetenzen, Urteilsfähigkeit und Schreibpraxis, indem Studierende lernen, komplexe Inhalte wissenschaftlich fundiert und verständlich öffentlich zugänglich zu machen. Dies fördert forschendes Lernen in der Studieneingangsphase.

Projektleitung: Dr. Till Valentin Meickmann (Juristische Fakultät)

SuSKI etabliert eine Wissenschafts-Praxis-Partnerschaft zur nachhaltigen Förderung der Lesekompetenz von Schülern in der Umgebung. Studierende der Deutschdidaktik professionalisieren sich, indem sie in Kleingruppen individuelle Fördermaßnahmen auf Basis verschiedener Diagnoseverfahren entwickeln. Ein Fokus liegt auf der Erprobung, Evaluierung und Weiterentwicklung der KI-basierten Lesediagnose-App „Klugidu“ (in Kooperation mit der FH Landshut), um diese für Unterricht und universitäre Lehre einsatzfähig zu machen.

Projektleitung: Magdalena Schlintl; Prof. Dr. Markus Pissarek (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät)

Dieses Blended-Learning-Planspiel vermittelt Studierenden der European Studies (erstes Semester) Europäische Gesetzgebung praxisnah und spielerisch und fördert die Vernetzung. Die Teilnehmenden verhandeln politische Zielvorgaben und trainieren den Umgang mit EU-Fachbegriffen auf Englisch. Geplant ist eine internationale Vernetzung mit der Universität Babes-Bolay in Rumänien. Das innovative Format kombiniert Selbstlernphasen, Gruppenarbeit und kulminiert in einer Pressekonferenz im Medialab.

Projektleitung: Marie Lohrum (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät)

Das interdisziplinäre Pilotprojekt vermittelt neue Perspektiven zur Gestaltung ökosozialer Transformationsprozesse, indem es Wirtschaftsethik, Sozialgeographie und Praxistheorie verbindet. Es schafft Lernräume durch die Einbindung regionaler und überregionaler Praxispartner (z.B. Solidarische Landwirtschaft). Als innovatives Prüfungsformat werden „Sprechende Poster“ entwickelt: optische Präsentationen, die über QR-Codes akustische Inhalte (Podcast) liefern und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Projektleitung: Dr. Annekatrin Meißner, Dr. Melanie Hackenfort (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät), Prof. Dr. Jörg Scheffer (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)

VISION Dindefelo ist ein erfolgreiches interkulturelles Service-Learning-Format, das deutsche Studierende mit senegalesischen Stipendiat:innen vernetzt und das Sponsoring des Rotary Clubs unterstützt. Die siebte Staffel fokussiert auf die Professionalisierung des Projektmanagements, PR-Arbeit und Fundraising. Zudem wird eine Mitglieder-App (in Kooperation mit der FIM) entwickelt, um den Projekt-Impact digital zu sichern und die Nachhaltigkeit der Projekte vor Ort zu gewährleisten.

Projektleitung: Véronique Coiffet (Sprachenzentrum)

ProDiM entwickelt ein Blended-Learning-Propädeutikum, um Lehramtsstudierenden gezielt mediengestalterische und technische Kompetenzen zu vermitteln. Das Ziel ist die Erstellung professioneller digitaler Lernmaterialien unter Nutzung aktueller, kostenfreier und KI-gestützter Produktionstools. Die Lerninhalte werden durch Online-Selbstlernphasen und optionale Präsenztermine im DiLab praxisnah verzahnt. Das Projekt soll auch zur Weiterentwicklung der Lerninfrastruktur der Universität Passau beitragen.

Projektleitung: Dr. Christian Müller, Julia Watzinger (Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik)

Dieses Service-Learning-Format fördert Interkulturalität und Diversität, indem es einheimische und internationale Studierende in gemeinsamen Projekten vereint. Die Studierenden konzipieren Willkommensformate für die International Support Services, darunter das „Happy Café“ nach den Prinzipien der NGO Action for Happiness. Ziel ist der Abbau sozialer und kultureller Barrieren, die Förderung interkultureller Kompetenz und die Steigerung des Wohlbefindens internationaler Studierender, was langfristig die Attraktivität der Universität erhöht.

Projektleitung: PD Dr. Martina Maletzky de García (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät)

Das interdisziplinäre Projekt stärkt die Demokratiebildung in der Lehramtsausbildung, indem es Zeitzeug*innen aus Passau zur DDR-Lebenswelt interviewt und daraus in Kooperation mit dem Zentrum für Medien und Kommunikation interaktive multimediale OER-Lernmodule entwickelt. Die Module bieten fachübergreifend didaktische Zugänge zu zentralen Reflexionskategorien wie Freiheit und Widerstand. Der Fokus auf regionale Zeitgeschichte dient als Modell für partizipative, technologiegestützte Demokratiebildung in Schule und Hochschule.

Projektleitung: Prof. Dr. Inken Heldt, Dr. v. Keyserlingk-Rehbein (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät), Prof. Dr. Jessica Kreutz (Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät)

Dieses Folgeprojekt zu KosmopoliTube & #kosmopoligram: Making Sense of Global Affairs in Digital Media zielt darauf ab, junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren über digitale Kanäle wie YouTube, Instagram und TikTok mit aktuellen Auslandsthemen vertraut zu machen. Studierende der Bachelor-Studiengänge Staatswissenschaften und Journalistik/Strategische Kommunikation erstellen auf Englisch audiovisuelle Erklärstücke unter professionellen Produktionsbedingungen im Zentrum für Medien und Kommunikation. Die Videos sollen dem crossmedialen Medienhabitus der Zielgruppe entsprechen und Gegennarrative zu Desinformation bieten.

Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Hahn, Prof. Dr. Bernhard Stahl (Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)

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