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Open Educational Ressources – OER

Open Educational Ressources – OER

Die Universität Passau bekennt sich zur umfassenden Demokratisierung des wissenschaftlichen Prozesses im Sinne von Open Science. Dazu gehören die freie Zugänglichkeit (Open Access) zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihre Vermittlung durch freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources).

Die Universität unterstützt ihre Angehörigen auf der Grundlage ihrer OER-Policy bei der Erstellung, Nutzung und Verbreitung hochwertiger OER durch Informations-, Weiterbildungs- und Beratungsangebote.

Was sind OER?

Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz publiziert werden. Eine solche Lizenz ermöglicht Dritten die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung nahezu ohne Einschränkungen.

Die OER-Policy der Uni Passau

Die vollständige Policy können Sie hier einsehen. Sie wurde am 32. Septembuar durch die Universitätsleitung verabschiedet.

Policy öffnen

Grundlegendes zu OER

Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Eine solche offene Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen. Open Educational Resources können einzelne Materialien aber auch komplette Kurse oder Bücher umfassen. Jedes Medium kann verwendet werden. Lehrpläne, Kursmaterialien, Lehrbücher, Streaming-Videos, Multimediaanwendungen, Podcasts – all diese Ressourcen sind OER, wenn sie unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Quelle: UNESCO

Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, z. B.:

  • "Granulare" Assets: Einzelne Bilder für Folien, Grafiken, einzelne Arbeitsblätter.
  • Kursbausteine: Ganze Videomodule, Skripte oder Web-Based-Trainings (WBT).
  • Vollständige Kurse: Komplette Moodle-Kurse oder Lehrbücher (Open Textbooks), die Sie übernehmen können.

OER erkennen Sie an offenen Lizenzen, meist Creative Commons (CC). Achten Sie auf die Kürzel, da diese bestimmen, wie Sie das Material nutzen dürfen. Aufgrund der Anforderungen an die Offenheit hinsichtlich kommerzieller Nutzung und Bearbeitungserlaubnis gelten lediglich CC0, CC BY sowie CC BY-SA als OER.

OER ermöglichen den Zugang zu offener, hochwertiger Bildung. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, braucht es eine Reflexion hinsichtlich der Qualität der Bildungsmaterialien. Hilfreich ist hier das Instrument zur Qualitätssicherung von OER (IQOer) von Müskens et al. (2022), dem eine internationale Bestandsaufnahme von Qualitätssicherungsinstrumenten von Zawacki-Richter und Mayrberger (2017) vorausging.
Hier geht's zum Qualitäts-Schnellcheck.

Wenn Sie OER in Ihre Folien oder Ihr LMS einbinden, müssen Sie die Quelle korrekt angeben. In der deutschsprachigen OER-Community hat sich die TULLUBA-Regel als Eselsbrücke etabliert:

  • Titel des Werkes
  • Urheberin (Autorin)
  • Lizenz (z. B. CC BY 4.0)
  • Link zur Lizenz (auf den Lizenztext verlinken, z. B. CC BY 4.0)
  • Ursprungsort (Link zum Fundort)
  • Bearbeitungen kenntlich machen: Wenn Sie Materialien verändern (z. B. eine Grafik beschneiden), müssen Sie dies kennzeichnen (z. B. "Bildausschnitt aus [Titel]...").
  • Ausnahmen von der Lizenz formulieren, z. B. das Logo der Universität Passau auf Ihren Folien

Für Nachnutzer*innen ist es hilfreich, einen klaren Lizenzierungshinweis am Material vorzufinden. Eine Orientierung an die TULLUBA-Regel ist deswegen empfehlenswert. Ein nützliches Tool zum Erstellen eines Lizenzhinweises ist der https://oerhoernchen.de/bildungsteiler/.

OER-Repositorien und OER-Referatorien

Ein Repositorium ist der physische Speicherort der digitalen Dateien, also wie eine Bibliothek, die alle Bücher selbst besitzt und verwaltet. Ein Referatorium fungiert als Index oder Verzeichnis, das auf Materialien verweist, die an anderer Stelle gespeichert sind, also wie eine Suchmaschine, die auf Bücher in vielen verschiedenen Bibliotheken verweist.

Die beste Suchmaschine für den Start ist OERsi (Open Educational Resources Search Index): Dies ist die zentrale Suchmaschine für OER im deutschsprachigen Hochschulraum. Sie durchsucht viele einzelne Repositorien gleichzeitig.

Große deutschsprachige Repositorien (Hochschule)

Viele Bundesländer haben eigene Landesportale aufgebaut, die aber meist bundesweit nutzbar sind:

Internationale Repositorien

  • OER Commons: Eines der größten internationalen Archive.
  • MERLOT: Ein riesiges Repository aus den USA, oft mit Peer-Review-Verfahren für die Materialien.
  • MIT OpenCourseWare: Klassiker für vollständige Universitätskurse (Englisch).

Auch der OER Campus in Stud.IP ist eine Möglichkeit, OER zu suchen sowie universitätsintern eigenes Material als OER zu veröffentlichen.

Neben dem didaktischen Konzept sind auch urheberrechtliche Belange zu berücksichtigen. Die Studierenden sind die Urheber*innen ihrer Werke. Sie entscheiden selbst, ob, wie und unter welcher Lizenz ihre Arbeit veröffentlicht wird. Die Veröffentlichung als OER muss also freiwillig erfolgen, weshalb es keine Nachteile für die Studierenden geben darf, wenn sie ihre Werke nicht unter einen freien Lizenz veröffentlichen möchten.

Unterstützung

OER-Info: Die Informationsstelle OER-Info ist eine themenspezifische Online-Plattform, die für Öffentlichkeit und fachliche Zielgruppen umfassende Informationen zum Thema Open Educational Resources zur Verfügung stellt.

OER Kurs Lehrkräftebildung: Dieses DiLab-Lernangebot möchte Ihnen die Basics zu OER und den damit verbundenen Fragen, vor allem im Kontext der Passauer Lehrkräftebildung verständlich näher bringen.

Twillo bietet diverse Vorlagen und Leitfäden rund um OER.

Antworten auf alle Fragen rund um Open Educational Resources (OER): OER-FAQ

Die aktualisierte und vollständig überarbeitete Handreichung "Urheberrecht in der Wissenschaft" beantwortet praxisnah und verständlich typische Fragen zum Urheberrecht für Lehre und Forschung. Diese umfassen etwa die Verwendung von Materialien Dritter oder die Erstellung und Veröffentlichung eigener urheberrechtlich geschützter Werke.

Auf der Seite Informationen zum Urheberrechtsgesetz bündelt die Universität Passau grundlegende Informationen zum Urheberrecht im hochschulischen Kontext, einschließlich häufig gestellter Fragen.

Rechtswissenschaftliche Perspektive: Auf der Seite Urheberrecht des Lehrstuhls für Privatrecht, insbesondere Wirtschaftsrecht und Digitalisierung finden Sie zahlreiche Dokumente zum Thema Urheberrecht aus juristischer Sicht, darunter einen Beitrag über rechtliche Unschärfen bei Open Educational Resources.

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